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Märkte jvt / DFN-Redaktion · 11. September 2026, 15:01 Uhr · 1 Min. Lesezeit
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0,4 Prozent US-Inflation im Monat: Tech-Futures steigen

Die CPI-Daten wirkten in der Schlagzeile heiß. Doch rund 30 Minuten nach Veröffentlichung lagen Nasdaq- und S&P-Futures klar im Plus. Der Markt liest eine andere Zeile.

Illustration: 0,4 Prozent US-Inflation im Monat: Tech-Futures steigen

Um 14:30 Uhr kamen die US-Verbraucherpreise. Auf dem Spiel stand mehr als eine einzelne Inflationszeile. Erwartet wurden 0,4 Prozent Monatsplus bei den gesamten Verbraucherpreisen, nach 0,1 Prozent zuvor. Die Kernrate ohne Energie und Lebensmittel sollte bei 0,2 Prozent bleiben. Im Jahresvergleich rechnete der Markt mit 3,4 Prozent Gesamtinflation und 2,4 Prozent Kerninflation. Das war ein heikler Mix: Die Schlagzeile durfte heißer wirken, während die Kernrate eigentlich etwas Entspannung liefern sollte.

Zahl des Tages
+0,90 Prozent

Der Nasdaq-Future legt rund 30 Minuten nach der Veröffentlichung zu. Das ist die klarste frühe Reaktion auf die CPI-Daten.

Die erste, überprüfbare Nachricht steckt deshalb nicht in der Datenüberschrift, sondern im Preisband danach. Rund eine halbe Stunde nach der Veröffentlichung liegt der S&P-500-Future bei 7.657 Punkten und 0,77 Prozent im Plus. Der Nasdaq-Future steigt auf 29.399 Punkte, der Dow-Future auf 52.526 Punkte. Die Wall Street öffnet erst um 15:30 Uhr deutscher Zeit. Die zuletzt ausgewiesenen Kassa-Indizes stehen noch im Minus: S&P 500 minus 0,58 Prozent, Nasdaq minus 0,65 Prozent, Dow Jones minus 0,60 Prozent.

Die Lesart ist nüchtern: Der Markt handelt zunächst Erleichterung. Wären die Zahlen als klarer Zinsschock gelesen worden, sähe die erste Antwort in den Futures kaum so freundlich aus. Besonders der Nasdaq reagiert sensibel auf die Zinsfantasie, weil lange erwartete Gewinne stärker am Realzins hängen. Realzins meint den Zins nach Abzug der Inflation. Wenn dieser Druck nicht sofort steigt, bekommen Wachstumswerte Luft.

Die Nebenmärkte bestätigen diese Lesart nur teilweise. EUR/USD notiert bei 1,1605 und 0,07 Prozent tiefer. Gold verliert 0,10 Prozent. Das ist keine Flucht in eine harte Dollar- oder Zinsbewegung. Bitcoin steigt dagegen um 1,82 Prozent auf 77.932 Dollar. Dort liest der Markt offenbar eher Liquidität als Inflationsangst.

Der Test kommt mit New York. Ab 15:30 Uhr zeigt sich, ob die Kassa die freundliche Future-Reaktion übernimmt oder ob die erste Bewegung nur ein schneller Erleichterungsreflex war. Wichtig wird vor allem, ob der Nasdaq-Vorsprung hält und ob die US-Zinskurve die CPI-Deutung der Futures bestätigt.

jvt.
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