
Öl kratzt an 100 Dollar. Tanker machen Inflation zäher
Der Ölpreis reagiert auf den Nahostkrieg. Doch der teurere Transport ist der Teil, der aus Risiko reale Kosten macht und Inflation länger stützen kann.

Der Ölpreis reagiert auf den Nahostkrieg. Doch der teurere Transport ist der Teil, der aus Risiko reale Kosten macht und Inflation länger stützen kann.

Die Tech-Schwäche erklärt den Tag, aber nicht den Devisenreflex: Bei höherer US-Inflation kauft der Markt Dollar-Rendite und verkauft Europas Zinsabstand.

London erlaubt ein Gasfeld vor Aberdeen. Die Schlagzeile verspricht Entlastung, doch Börsenpreise, Fördertempo und LNG-Konkurrenz bremsen den Effekt.

Gold sinkt, obwohl Aktien schwächeln. Der Widerspruch löst sich über Liquidität, Dollarstärke und die Frage, ob KI-Gewinne die Börsen noch tragen.

Die Tanker fahren fast wieder wie vor dem Iran-Krieg. Doch Versicherer, Lagerhalter und Raffinerien kassieren die Entwarnung nicht so rasch ein.

Der DAX steht hoch, EUR/USD bleibt bei 1,1230. Hinter der Aktienrally steckt selektiver Tech-Appetit, kein breites Vertrauensvotum für Europa.

Die Kiel-Daten zeigen Konkurrenz in knapp 40 Prozent europäischer Stärke-Branchen. Für Märkte zählt weniger der Zoll als die Kostenkette dahinter.

Brent stand am Morgen so hoch wie seit Mai nicht mehr. Der Auslöser liegt im Persischen Golf. Für die Zinssenkungswette ist das heikler als ein normaler Boom.

Der Euro fällt nicht nur wegen der Fed. Frankreichs Proteste treffen Anleihen, Renditen und Vertrauen. Eine alte Euro-Krisen-Mechanik kehrt zurück.

Der grüne Strommix wirkt wie Klimapolitik. Am Devisenmarkt zählt etwas Nüchterneres: Importdruck, Dollarbedarf und Krisenfestigkeit.