Fed-Pressekonferenz: Nasdaq-Future steigt stärker als Dow-Future

Die Fed-Pressekonferenz um 19:30 Uhr deutscher Zeit war kein normaler Datentermin. Es ging nicht um eine einzelne Statistik, sondern um den Ton der Notenbank: Lässt die Fed den Markt mit Zinshoffnungen weiterlaufen, oder zieht sie die Zügel wieder an?
Rund 30 Minuten später spricht die erste Kurstafel eher für Ersteres. Der S&P-500-Future steht bei 7.785 Punkten und 0,34 Prozent im Plus. Der Nasdaq-Future legt auf 29.954 Punkte zu und steigt damit um 0,47 Prozent. Der Dow-Future kommt auf 52.723 Punkte, ein Plus von 0,27 Prozent. Im laufenden Handel an der Wall Street fallen die Bewegungen kleiner aus: S&P 500 plus 0,17 Prozent, Nasdaq plus 0,06 Prozent, Dow Jones plus 0,08 Prozent.
So stark lag der Nasdaq-Future rund 30 Minuten nach Beginn der Fed-Pressekonferenz vorn. Das ist kein Ausbruch, aber eine klare erste Präferenz für Wachstumswerte.
Auch die Nebenmärkte passen zu dieser Lesart. Der Euro steigt auf 1,1156 Dollar und gewinnt 0,22 Prozent. Ein stärkerer Euro heißt hier: Der Dollar bekommt nach der Pressekonferenz keinen Rückenwind. Gold steht bei 4.075 Dollar unverändert. Bitcoin liegt bei 80.931 Dollar und gewinnt 0,16 Prozent. Das ist keine Euphorie. Es ist eher die Abwesenheit eines Schocks.
Der DAX ging bereits vor der Pressekonferenz mit 25.704 Punkten und plus 0,44 Prozent aus dem Xetra-Handel. Seine Zahl erzählt deshalb mehr über die europäische Vorleistung als über die unmittelbare Fed-Antwort. Die ehrlichere Nachricht kommt aus den US-Futures: Tech reagiert etwas freundlicher als der breite Markt, der Dollar schwächt sich leicht ab, Gold bestätigt keine neue Fluchtbewegung.
Bis zum US-Schluss um 21:00 Uhr zählt, ob diese erste Lesart hält oder ob die Kasse die Future-Bewegung wieder einfängt. Danach übernimmt Asien. Tokio öffnet am Donnerstag um 01:00 Uhr deutscher Zeit und bekommt die erste Chance, die Fed-Reaktion außerhalb der Wall Street zu sortieren.







