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Märkte jvt / DFN-Redaktion · 8. September 2026, 06:30 Uhr · 2 Min. Lesezeit
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Morgenlage: Nasdaq-Future steigt, Dow-Future fällt deutlich

Die US-Futures liefern kein klares Signal: Nasdaq plus, Dow minus. Asien ist gespalten, Öl zieht an. Für den DAX wird der Start heikel.

Illustration: Morgenlage: Nasdaq-Future steigt, Dow-Future fällt deutlich

Der Morgen liefert kein sauberes Risiko-Signal. Der S&P-500-Future steht mit 7.723 Punkten fast unverändert bei plus 0,02 Prozent. Daneben laufen die großen US-Indizes auseinander: Der Nasdaq-Future steigt um 0,60 Prozent auf 29.743 Punkte, der Dow-Future fällt um 0,58 Prozent auf 53.132 Punkte. Das ist keine breite Erleichterung. Es ist eine Rotation in wachstumsnahe Werte, während der klassische Industrie-Block schwächer in den europäischen Morgen kommt.

Asien übergibt Europa ein geteiltes Bild

Tokio handelt fester, Hongkong schwächer. Der Nikkei 225 liegt bei 66.547 Punkten und gewinnt 0,22 Prozent. Der Hang Seng fällt dagegen um 1,19 Prozent auf 25.346 Punkte. Der Yen macht den japanischen Anstieg bemerkenswerter: USD/JPY steht bei 153,47 und verliert 0,56 Prozent. Ein fallender USD/JPY-Kurs bedeutet einen stärkeren Yen. Das belastet normalerweise Exportfantasie, verhindert den Nikkei-Gewinn heute aber nicht.

Die Staffelübergabe Asien → Europa ist damit nüchtern: Japan stabilisiert, China-Aktien drücken, die US-Futures senden zwei verschiedene Botschaften. Vorbörslich steht der DAX bei 26.007 Punkten mit minus 0,15 Prozent. Der EuroStoxx 50 liegt bei 6.404 Punkten und gewinnt 0,17 Prozent. Auch Europa startet also nicht mit einer gemeinsamen Richtung, sondern mit Auswahlzwang.

Was heute zählt: Öl zieht stärker als die Aktienindizes

Der auffälligste Einzelzug kommt aus den Rohstoffen. WTI steigt um 1,69 Prozent auf 93,03 Dollar. Das ist für Aktien kein Nebengeräusch, weil höhere Energiepreise schnell wieder in die Inflationsdebatte rutschen. Gold legt um 0,17 Prozent auf 4.484 Dollar zu. EUR/USD bewegt sich mit 1,1627 kaum und steigt um 0,02 Prozent. Bitcoin gibt um 0,38 Prozent auf 78.795 Dollar nach.

Worauf jetzt achten
  • 9:00 Uhr: Xetra-Eröffnung. Dann zeigt sich, ob die schwache DAX-Indikation trägt oder der EuroStoxx-Impuls überwiegt.
  • US-Futures: Die Spanne zwischen Nasdaq plus 0,60 Prozent und Dow minus 0,58 Prozent ist der sauberste Stimmungsbruch des Morgens.
  • WTI bei 93,03 Dollar: Der Ölpreis ist heute der Markt, der die Inflationsnerven am direktesten trifft.

Für den deutschen Markt ist die Ausgangslage damit enger, als ein fast unveränderter S&P-500-Future vermuten lässt. Der DAX kommt mit einem leichten Minus in den Morgen, während der EuroStoxx 50 etwas fester steht. Die erste Stunde dürfte zeigen, ob deutsche Schwergewichte den Hongkong-Druck aufnehmen oder ob Europas breiterer Index den Takt setzt.

Um 9:00 Uhr öffnet Xetra. Dann endet die asiatische Vorarbeit und die europäischen Orders müssen das Bild sortieren: Tech-Stärke aus den US-Futures, Schwäche in Hongkong, festeres Öl und ein DAX, der knapp unter Druck startet.

jvt.
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