US-Futures steigen, Europa stützt den Wall-Street-Start

Die Wall Street geht mit leichtem Rückenwind in die Eröffnung. Der S&P-500-Future steht bei 7.786 Punkten und liegt 0,24 Prozent im Plus. Der Nasdaq-Future steigt auf 30.886 Punkte, ein Plus von 0,39 Prozent. Der Dow-Future legt 0,28 Prozent auf 51.862 Punkte zu. Das ist kein Befreiungsschlag, aber eine klare Vorbörse: Die Käufer sind da, nur noch nicht laut.
- 15:30 Uhr: US-Eröffnung. Die erste Reaktion zeigt, ob die Future-Gewinne in echten Kaufdruck übergehen.
- 16:00 Uhr: Revised UoM Consumer Sentiment. Erwartet werden 47,4 Punkte nach 47,8 zuvor.
- 16:00 Uhr: Revised UoM Inflation Expectations. Der vorige Wert lag bei 4,6 Prozent.
Europa liefert Rückenwind, aber kein fertiges Urteil
Europa gibt den Ton freundlicher vor. Der DAX steht bei 25.468 Punkten und gewinnt 0,80 Prozent. Das ist für die US-Eröffnung relevant, weil Frankfurt heute nicht bremst. Der Euro steigt zugleich auf 1,1405 Dollar, ein Plus von 0,22 Prozent. Damit kommt der Start nicht aus einem Umfeld von Flucht in den Dollar, sondern aus einer breiteren Risikobereitschaft.
Der Blick auf den jüngsten US-Schluss bleibt trotzdem nüchtern. Der S&P 500 ging bei 7.704 Punkten fast unverändert aus dem Handel, minus 0,02 Prozent. Die Nasdaq schloss bei 26.939 Punkten mit plus 0,01 Prozent. Der Dow verlor 0,31 Prozent auf 51.350 Punkte. Die Futures holen also nicht eine große Schwäche auf. Sie setzen eher einen schmalen Aufwärtsversuch auf einen Markt, der zuletzt kaum Richtung hatte.
Die großen Einzelwerte laufen dem Future-Plus noch nicht hinterher
Interessant wird der Abstand zwischen Index-Futures und den abgerufenen Mega-Cap-Kursen. Nvidia liegt bei 224,58 Dollar mit minus 0,41 Prozent. Apple steht bei 335,92 Dollar und verliert 0,33 Prozent. Tesla notiert bei 377,94 Dollar, minus 0,57 Prozent. Der Nasdaq-Future steigt trotzdem am stärksten. Das macht die ersten Minuten sauber messbar: Entweder ziehen diese Schwergewichte nach, oder der Future-Vorsprung steht auf dünnerem Fundament.
Um 16:00 Uhr kommt der Makro-Test. Die Verbraucherstimmung der Universität Michigan wird revidiert erwartet, und die Inflationserwartungen stehen ebenfalls an. Gerade die Inflationserwartungen können den Ton drehen, weil sie direkt in die Zinsfantasie hineinlaufen. Ein ruhiger Start um 15:30 Uhr wäre deshalb nur die erste Halbzeit der ersten Stunde. Ab 16:00 Uhr dürfte der Markt prüfen, ob der freundliche Future-Handel Substanz hat oder nur die übliche Vorbörsenkosmetik war.







