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Märkte jvt / DFN-Redaktion · 13. October 2026, 15:00 Uhr · 2 Min. Lesezeit
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US-Start: Dow-Future steigt 0,87 Prozent, Nasdaq fällt

Kurz vor New York zeigt der Future-Markt Rotation statt Panik: Dow vorn, Nasdaq schwach. Europas DAX liefert Rückenwind, Tech bleibt der Bruch.

Illustration: US-Start: Dow-Future steigt 0,87 Prozent, Nasdaq fällt

Kurz vor der US-Eröffnung sendet der Future-Markt kein einheitliches Risikosignal. Der S&P-500-Future liegt bei 7.852 Punkten leicht mit 0,08 Prozent im Minus. Der Nasdaq-Future fällt dagegen um 0,75 Prozent auf 30.667 Punkte. Der Dow-Future steigt um 0,87 Prozent auf 52.561 Punkte. Das Muster ist klar: Die Schwäche sitzt bei Wachstum und Tech, während der alte Industrieindex vorne liegt.

Die Futures zeigen Rotation vor der Glocke

Diese Spreizung ist wichtiger als das kleine Minus im S&P-Future. Ein breiter Abverkauf sieht anders aus. Hier schichten Händler vor dem Start offenbar innerhalb des US-Markts um. Der Nasdaq trägt die Last, der Dow fängt sie nicht nur auf, er läuft dagegen.

Die Einzelwerte passen in dieses Bild. Nvidia steht vorbörslich bei 226,32 Dollar und verliert 1,29 Prozent. Tesla fällt um 1,22 Prozent auf 378,03 Dollar. Apple steigt dagegen um 1,29 Prozent auf 340,97 Dollar. Das verhindert zwar ein sauber negatives Tech-Bild, ändert aber wenig an der ersten Lesart: Die spekulativeren Wachstumsteile bekommen weniger Kredit.

Europa liefert Rückenwind, aber Tech bremst

Europa übergibt freundlich. Der DAX steht bei 25.311 Punkten und legt 0,89 Prozent zu. Das ist eine solide Vorgabe für New York, zumal Frankfurt noch handelt. Der stärkere Euro setzt allerdings einen zweiten Akzent. EUR/USD steigt um 0,34 Prozent auf 1,1199. Für US-Investoren ist das kein Stresssignal, aber ein Hinweis auf einen schwächeren Dollar.

Der Kontrast zwischen DAX-Stärke und Nasdaq-Schwäche ist der Kern der Übergabe. Europa sagt: Risiko geht noch. Die US-Futures sagen: ja, aber bitte nicht blind in die teuersten Wachstumstitel. Das ist nüchtern betrachtet keine Panik, sondern eine Prüfung der Marktbreite.

Die erste Handelsstunde testet die Dow-Stärke

Zum Opening dürfte deshalb weniger der erste Tick im S&P 500 zählen als die Bestätigung der Rotation. Hält der Dow seine Future-Stärke im Kassahandel, bekommt der Markt eine defensive Stütze. Drehen Nvidia und Tesla nicht, bleibt der Nasdaq der Bremsklotz. Apple ist der Sonderfall: Ein Plus von 1,29 Prozent kann den Index optisch stabilisieren, aber es ersetzt keine breite Erholung im Tech-Komplex.

Die erste Handelsstunde dürfte auf drei Dinge schauen: ob der Nasdaq sein Future-Minus ausweitet, ob der Dow sein Plus in den Kassamarkt trägt und ob der DAX-Rückenwind aus Europa in New York überhaupt ankommt. Genau dort entscheidet sich, ob die Rotation kontrolliert bleibt oder ob sie in einen härteren Tech-Test übergeht.

jvt.
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