US-Start: Nasdaq-Future fällt 1,31 Prozent vor US-Industrie- und Jobdaten

Eine halbe Stunde vor dem Start in New York sendet der Markt ein klares, aber nicht simples Signal. Die US-Futures liegen im Minus. Der Nasdaq-Future fällt mit 1,31 Prozent am stärksten, der S&P-500-Future verliert 0,68 Prozent und der Dow-Future gibt 0,60 Prozent ab. Die Kernaussage für den US-Start: Der Markt preist vor 16 Uhr Risiko aus, aber er verkauft nicht alle großen Einzelwerte gleich.
Europa übergibt Schwäche, nicht nur Nervosität
Frankfurt liefert die schwächere Vorlage. Der DAX notiert bei 26.017 Punkten und verliert 2,08 Prozent. Das ist mehr als ein kosmetischer Rücksetzer vor der Wall Street. Es zeigt, dass die Risikoaversion schon vor der US-Eröffnung im Markt steckt.
Auch der Euro hilft der Risikostimmung nicht. EUR/USD fällt auf 1,1597 und liegt 0,22 Prozent im Minus. Ein schwächerer Euro passt zu einem Markt, der vor den US-Daten erst einmal Liquidität und Dollar-Nähe sucht. Der Punkt ist schlicht: Vor wichtigen Konjunkturdaten wird weniger Zukunft gekauft und mehr Gegenwart abgesichert.
Die US-Indizes selbst kamen zuletzt ebenfalls nicht aus einer starken Vorlage. Der S&P 500 steht bei 7.686 Punkten und verliert 0,33 Prozent. Der Nasdaq liegt bei 26.371 Punkten und gibt 0,12 Prozent ab. Der Dow Jones fällt deutlicher um 0,70 Prozent auf 53.186 Punkte. Die Futures verschärfen dieses Bild kurz vor der Eröffnung.
Nvidia und Tesla stören die einfache Rot-Erzählung
Interessant wird es bei den Einzelwerten. Nvidia steigt vorbörslich auf 220,78 Dollar und gewinnt 1,48 Prozent. Tesla legt sogar 5,51 Prozent auf 367,95 Dollar zu. Apple fällt dagegen um 0,89 Prozent auf 316,85 Dollar.
Das ist die kleine Bruchstelle im Bild. Wenn Nvidia und Tesla steigen, der Nasdaq-Future aber 1,31 Prozent verliert, sitzt die Schwäche nicht nur in zwei bekannten Schwergewichten. Dann verkauft der Markt breiter. Genau diese Breite zählt beim Opening mehr als die Schlagzeile über einzelne Gewinner.
- 16:00 Uhr: ISM-Industrie-Index aus den USA. Erwartet werden 55,2 nach 55,6 zuvor.
- 16:00 Uhr: ISM Manufacturing Prices. Erwartet werden 70,5 nach 71,1 zuvor.
- 16:00 Uhr: Offene Stellen nach JOLTS. Erwartet werden 7,33 Millionen nach 7,36 Millionen zuvor.
Die erste Handelsstunde dürfte deshalb zwei Fragen klären. Erstens: Hält der Nasdaq trotz Nvidia und Tesla seine Schwäche, oder drehen die großen Namen den Index? Zweitens: Verstärken die Daten um 16 Uhr die Sorge vor zähen Preisen und einem robusten Arbeitsmarkt, oder nehmen sie Druck aus den Rendite- und Dollar-Erwartungen? Die Wall Street startet rot. Entscheidend wird, ob sie nach den Daten noch roter handelt oder die Verkäufer ihre Vorlage aus Europa nicht nutzen.







