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Märkte jvt / DFN-Redaktion · 5. November 2026, 18:00 Uhr · 2 Min. Lesezeit
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Xetra-Schluss: DAX fällt 0,43 Prozent, Nasdaq rutscht 4,38 Prozent

Europa ging schwach aus dem Handel, aber der eigentliche Druck kommt aus New York. Rheinmetall stürzt ab, Allianz und SAP halten dagegen.

Illustration: Xetra-Schluss: DAX fällt 0,43 Prozent, Nasdaq rutscht 4,38 Prozent

Der deutsche Aktienmarkt ging am Donnerstag mit Verlusten aus dem Xetra-Handel, doch der Blick auf die Indexzeile erzählt nur die halbe Geschichte. Der DAX schloss bei 26.325 Punkten und verlor 0,43 Prozent. Der EuroStoxx 50 gab auf 6.232 Punkte nach, ein Minus von 0,55 Prozent. Europa fiel damit nicht in sich zusammen. Es wurde am Nachmittag von einer Wall Street überholt, die aus Schwäche echten Druck machte.

Europa schloss schwach, aber nicht breit kaputt

Im DAX lag der auffälligste Bruch bei Rheinmetall. Die Aktie sackte um 16,14 Prozent auf 841,50 Euro ab. Das war kein normaler Tagesverlust, sondern ein Kursrutsch, der den Index optisch und psychologisch belastete. Wer nur auf den DAX schaut, sieht deshalb ein glatteres Bild, als der Einzelwert hergab.

Gleichzeitig gab es Gegengewichte. Allianz stieg um 1,46 Prozent auf 465,10 Euro. SAP legte um 0,68 Prozent auf 215,75 Euro zu. Volkswagen gewann 1,01 Prozent auf 71,92 Euro. Diese Werte verhinderten, dass aus einem schwachen Handelstag ein klarer Ausverkauf im deutschen Leitindex wurde.

Die Zahl dahinter
−16,14 Prozent

Rheinmetall war der Ausreißer im DAX. Der Tagesverlust machte den Unterschied zwischen normaler Indexschwäche und einem Handelstag mit sichtbarer Bruchstelle.

Die Verliererseite blieb trotzdem prominent. Siemens fiel um 0,87 Prozent auf 273,25 Euro. Deutsche Telekom gab 2,09 Prozent auf 26,20 Euro ab. Der Euro bewegte sich kaum und notierte bei 1,1237 Dollar, ein Plus von 0,02 Prozent. Von der Währungsseite kam also kein großer Impuls. Der Druck kam über Aktien, nicht über den Devisenmarkt.

New York verschärft die europäische Vorlage

Während Frankfurt bereits geschlossen hatte, handelte die Wall Street weiter deutlich schwächer. Der S&P 500 stand bei 7.440 Punkten und verlor 3,23 Prozent. Der Nasdaq notierte bei 24.610 Punkten, ein Minus von 4,38 Prozent. Das ist der Teil des Tages, der Europas Schlusskurs nachträglich kleiner wirken lässt. Frankfurt schloss rot, New York handelt tiefer rot.

Die Mechanik ist schlicht. Wenn die US-Indizes während des europäischen Nachmittags so stark nachgeben, werden einzelne europäische Gewinner weniger wichtig. Dann zählt die Frage, ob die Schwäche in den USA nur ein amerikanisches Technologieproblem bleibt oder am Abend in einen breiteren Risikoabbau übergeht. Der Nasdaq liefert dafür den schärferen Hinweis als der DAX.

Bis zum US-Schluss schaut der Markt daher auf die Breite des Rückgangs in New York. Bleibt der Druck beim Nasdaq konzentriert, war Europas Minus ein Warnsignal mit begrenztem Schaden. Zieht der S&P 500 weiter nach unten, wird aus dem europäischen Schlusskurs eher eine Zwischenstation. Nach 22 Uhr liegt die nächste Antwort bei den US-Schlussständen, danach übernimmt Tokio um 1 Uhr die erste Reaktion in Asien.

jvt.
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