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Märkte lbn / DFN-Redaktion · 30. September 2026, 18:00 Uhr · 2 Min. Lesezeit
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Xetra-Schluss: DAX fällt 0,79 Prozent, Nasdaq zieht davon

Europa gab zum Handelsschluss nach, während Tech in New York steigt. Der schwache DAX war weniger Panik als Last aus Siemens, Allianz und Telekom.

Illustration: Xetra-Schluss: DAX fällt 0,79 Prozent, Nasdaq zieht davon

Der deutsche Handelstag endete mit einem klaren Bruch zur Wall Street. Der DAX ging bei 25.199 Punkten aus dem Xetra-Handel und verlor 0,79 Prozent. Der EuroStoxx 50 schloss mit 6.269 Punkten um 0,81 Prozent tiefer. In New York läuft der Handel dagegen fester: Der S&P 500 liegt bei 7.716 Punkten mit 0,59 Prozent im Plus, die Nasdaq steht bei 27.081 Punkten und gewinnt 1,06 Prozent.

Der Tag erzählte damit keine einfache Risiko-Geschichte. Europa fiel, obwohl die US-Indizes zur gleichen Zeit zulegten. Die Schwäche saß im DAX vor allem bei großen, schweren Namen. Siemens verlor 2,30 Prozent auf 275,50 Euro. Allianz gab 1,54 Prozent auf 416,30 Euro nach. Deutsche Telekom fiel 1,10 Prozent auf 26,11 Euro. Solche Bewegungen drücken einen Index stärker als kleinere Ausschläge in Randwerten.

Die DAX-Bremse kam aus den Schwergewichten

SAP stemmte sich gegen den schwachen Schluss und gewann 0,18 Prozent auf 185,66 Euro. Der Beitrag reichte aber nicht, um den Index zu drehen. Rheinmetall verlor 0,42 Prozent auf 956,40 Euro, Volkswagen gab 0,82 Prozent auf 70,46 Euro nach. Damit fehlte dem DAX ein Sektor, der den Druck aus Industrie, Versicherung und Telekom hätte auffangen können.

Auch der Euro half kaum bei der Erklärung. EUR/USD lag bei 1,1348 und damit nur 0,01 Prozent höher. Von der Währungsseite kam also kein großer Impuls, der den schwachen europäischen Schluss sauber erklären würde. Der Befund ist nüchterner: Europa bekam keine eigene Käufergeschichte zusammen, während New York in der laufenden Sitzung vor allem über die Nasdaq stärker wirkt.

New York nimmt die Vorlage nicht an

Die Wall Street handelt noch und dreht die Erzählung vorerst weg von Europa. Der Abstand zwischen Nasdaq und DAX ist auffällig, weil er innerhalb desselben Handelstages sichtbar wird. Auf der einen Seite schlossen europäische Standardwerte schwächer. Auf der anderen Seite zieht der US-Technologieindex am Abend klar an.

Für den Rest des Abends liegt damit viel Gewicht auf der Frage, ob die US-Stärke breit genug bleibt. Hält nur die Nasdaq den Zug nach oben, bleibt der europäische Schluss ein Warnsignal für zyklische und defensive Schwergewichte. Zieht der S&P 500 weiter mit, wirkt der Xetra-Rückgang eher wie ein europäischer Ausreißer. Europa hat schwach übergeben. New York entscheidet jetzt, ob daraus ein globaler Bremser wird oder nur ein müder europäischer Schluss.

lbn.
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