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KurseTuesday, 3. November 2026
Märkte jvt / DFN-Redaktion · 3. November 2026, 16:30 Uhr · 1 Min. Lesezeit
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1,42 Prozentpunkte trennen Nasdaq und Dow nach US-Kongresswahlen

Kurz nach der Veröffentlichung kaufen Händler Tech und Bitcoin. Dow, DAX und Gold fallen zurück. Die Reaktion ist enger, als eine Wahl-Schlagzeile vermuten lässt.

Illustration: 1,42 Prozentpunkte trennen Nasdaq und Dow nach US-Kongresswahlen

Um 16:16 Uhr deutscher Zeit kam die Veröffentlichung zu den US-Kongresswahlen. Solche politischen Termine wirken selten über eine einzelne Zahl. Sie verschieben Erwartungen zu Steuern, Ausgaben, Regulierung und zum Spielraum der Regierung. Die erste Reaktion zählt deshalb mehr als die erste Schlagzeile: Kurse zeigen, wo Kapital sofort Schutz sucht und wo es Risiko nimmt.

Rund 14 Minuten später steht kein breiter Risikoabbau im Bild. Der S&P-500-Future notiert bei 7.598 Punkten und liegt 0,31 Prozent im Plus. Der Nasdaq-Future steigt deutlich stärker auf 28.354 Punkte, plus 0,80 Prozent. Der Dow-Future fällt dagegen auf 51.812 Punkte, minus 0,62 Prozent. Auch am Kassamarkt läuft dieselbe Spaltung: S&P 500 plus 0,37 Prozent, Nasdaq plus 0,79 Prozent, Dow Jones minus 0,53 Prozent.

Die Zahl dahinter
1,42 Prozentpunkte

So groß ist der Abstand zwischen Nasdaq-Future und Dow-Future kurz nach der Veröffentlichung. Das ist keine breite Erleichterungsrallye, sondern eine harte Rotation.

Außerhalb der USA wirkt die Antwort kühler. Der DAX verliert 0,25 Prozent. EUR/USD fällt leicht auf 1,1179 Dollar, ein Minus von 0,11 Prozent. Gold gibt 0,72 Prozent auf 3.941 Dollar ab. Bitcoin steigt dagegen um 0,75 Prozent auf 77.257 Dollar. Die Kombination ist bemerkenswert: Tech und Krypto ziehen an, klassische Absicherung über Gold wird verkauft, der Dow bleibt zurück.

Die Lesart dahinter ist eng. Der Markt scheint nicht auf politische Panik zu handeln. Er preist eher ein Ergebnis ein, das wachstumsnahe und zinssensible Segmente nicht sofort belastet. Gleichzeitig traut er der alten Industrie- und Value-Schiene weniger. Das passt zu einer Börse, die politische Risiken gern filtert, bis sie in Gewinnmargen, Staatsausgaben oder Regulierung übersetzbar sind.

Ob diese erste Reaktion trägt, entscheidet der restliche US-Handel. New York bleibt bis 22:00 Uhr deutscher Zeit offen. Danach wandert der Blick nach Asien: Tokio eröffnet am Mittwoch um 01:00 Uhr. Wenn dort Nasdaq-Stärke und Gold-Schwäche bestätigt werden, war die Veröffentlichung mehr als ein kurzer Reflex.

jvt.
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