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Märkte lbn / DFN-Redaktion · 4. November 2026, 18:01 Uhr · 2 Min. Lesezeit
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Der DAX steigt 2,22 Prozent und die Rheinmetall-Aktie fällt

Allianz, SAP und Telekom trugen den Xetra-Schluss. Die Rheinmetall-Aktie bekam keinen Schub, und genau das macht die DAX-Rallye selektiv.

Illustration: Der DAX steigt 2,22 Prozent und die Rheinmetall-Aktie fällt

Der deutsche Handelstag endete mit einem klaren Plus. Der DAX ging bei 26.438 Punkten aus dem Xetra-Handel und lag damit 2,22 Prozent höher. Der EuroStoxx 50 zog auf 6.266 Punkte an, ein Plus von 1,97 Prozent. Das war kein zaghafter Rebound am Rand des Marktes. Die Bewegung kam aus den großen Namen, die einen Index wirklich bewegen.

Der auffälligste Satz des Tages steht trotzdem nicht im DAX-Stand. Rheinmetall fiel um 0,14 Prozent auf 1.003 Euro und blieb damit gegen den starken Markt zurück. An einem Tag, an dem fast alles nach Risikoappetit aussah, bekam ausgerechnet der Rüstungswert keinen Schub. Das nimmt der Rallye nicht die Kraft. Es zeigt aber, dass die Käufer nicht blind alles einsammelten, was zuletzt als Gewinnergeschichte galt.

Die Rallye kam aus den Schwergewichten

Allianz legte 3,97 Prozent auf 458,40 Euro zu und war in der vorliegenden Auswahl der stärkste DAX-Wert. SAP stieg um 3,70 Prozent auf 214,30 Euro. Volkswagen gewann ebenfalls 3,70 Prozent auf 71,20 Euro. Deutsche Telekom rückte um 3,60 Prozent auf 26,76 Euro vor. Siemens kam mit einem Plus von 2,19 Prozent auf 275,65 Euro hinzu.

Die Mischung ist wichtiger als die Einzelzahl. Software, Versicherung, Industrie, Auto und Telekom liefen gemeinsam. Das spricht für einen Handelstag, an dem Anleger wieder in liquide Standardwerte gingen. Es war aber keine reine Exportstory. Der Euro stieg gegen den Dollar um 0,26 Prozent auf 1,1221. Ein festerer Euro macht Auslandsumsätze für europäische Unternehmen rechnerisch weniger bequem. Wenn der DAX trotzdem steigt, reicht die Währung als Erklärung nicht aus.

Die Wall Street übernimmt eine starke Vorlage

Die US-Börsen handelten zur deutschen Schlussglocke weiter fest. Der S&P 500 lag bei 7.710 Punkten und damit 1,86 Prozent höher. Der Nasdaq stand bei 25.911 Punkten, ein Plus von 2,12 Prozent. Europa übergab also keinen isolierten Kurssprung, sondern einen Teil einer breiteren Bewegung über den Atlantik.

Das entlastet den deutschen Schlussbericht, macht ihn aber auch abhängig vom Abend. Wenn die US-Gewinne halten, bekommt der europäische Anstieg nachträglich Bestätigung. Wenn die Wall Street in den letzten Handelsstunden dreht, wirkt der Xetra-Schluss schnell wie ein Vorschuss, der zu früh gezahlt wurde.

Für den Abend zählt deshalb weniger, ob der DAX sein Plus behauptet hat. Das hat er. Die offene Frage liegt in New York: Tragen S&P 500 und Nasdaq die Risikobereitschaft bis zum US-Schluss weiter, oder bleibt Europa der Markt, der heute den größeren Optimismus eingepreist hat? Danach geht der Staffelstab nach Tokio, wenn die nächste Sitzung um 01:00 Uhr deutscher Zeit öffnet.

lbn.
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