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Märkte jvt / DFN-Redaktion · 2. November 2026, 06:30 Uhr · 2 Min. Lesezeit
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Morgenbriefing: Nasdaq-Future steigt 0,88 Prozent, Öl rutscht

Asien übergibt freundlich nach Europa, doch der Ölpreis fällt kräftig. Um 16:00 Uhr prüft der ISM-Index, ob die US-Industrie den Futures hilft.

Illustration: Morgenbriefing: Nasdaq-Future steigt 0,88 Prozent, Öl rutscht

Der Morgen trägt ein klares Muster: Risiko ist gefragt, Energie nicht. Die US-Futures stehen vor der Xetra-Eröffnung im Plus, der Nasdaq-Future führt mit 0,88 Prozent. Gleichzeitig fällt WTI-Öl um 3,40 Prozent auf 100,58 Dollar. Das ist keine kleine Nebenbewegung. Ein Ölpreisrutsch dieser Größenordnung verändert den Ton für Inflation, Energieaktien und die Margenfrage in der Industrie.

Asien liefert dafür einen freundlichen, aber nicht euphorischen Übergang. Der Nikkei 225 notiert bei 63.312 Punkten und liegt nur 0,03 Prozent höher. In Hongkong steigt der Hang Seng um 0,56 Prozent auf 23.425 Punkte. Der starke Impuls kommt damit weniger aus Tokio als aus den US-Futures. Der S&P-500-Future gewinnt 0,48 Prozent auf 7.651 Punkte, der Dow-Future legt 0,36 Prozent auf 52.107 Punkte zu.

Die Staffel geht also mit Rückenwind von Asien nach Europa. Frankfurt muss ihn aber erst aufnehmen. Der DAX ging zuletzt bei 25.818 Punkten mit minus 0,85 Prozent aus dem Handel. Der EuroStoxx 50 verlor 1,22 Prozent auf 6.131 Punkte. Die Ausgangslage ist damit nicht neutral: Europa startet in einen Versuch der Stabilisierung nach einem schwächeren Handelsschluss, während die US-Technologie-Futures bereits wieder vorlaufen.

Der Ölpreis liefert den stillen Makro-Impuls

Der stärkste Einzelzug in den Daten ist nicht der Nasdaq-Future, sondern WTI. Ein Minus von 3,40 Prozent nimmt Druck aus der Inflationsseite, trifft aber zugleich die Energiekomponente der Indizes. Für den DAX ist das ambivalent. Chemie, Industrie und Transport schauen auf niedrigere Energiekosten. Ölwerte verlieren dagegen ihren kurzfristigen Preisrückenwind.

Auch die Devisen bewegen sich geordnet. EUR/USD steigt um 0,18 Prozent auf 1,1186. USD/JPY legt um 0,11 Prozent auf 157,70 zu. Gold gewinnt 0,42 Prozent auf 3.915 Dollar. Bitcoin steht bei 78.234 Dollar unverändert. Der Morgen wirkt damit nicht wie eine Fluchtbewegung. Er wirkt wie eine Umschichtung: weniger Energiepreis, mehr Wachstumsfantasie, noch keine klare Risikoaversion.

Worauf jetzt achten
  • 9:00 Uhr: Xetra-Eröffnung in Frankfurt. Der DAX startet nach einem Schlussstand von 25.818 Punkten und einem Tagesminus von 0,85 Prozent.
  • Ölpreis: WTI fällt um 3,40 Prozent. Das kann Inflationssorgen dämpfen, belastet aber Energieaktien.
  • 16:00 Uhr: USA melden den ISM-Industrie-Index. Erwartet werden 54,5 nach 54,5 zuvor.

Um 16:00 Uhr bekommt der Morgen seinen Datentest

Der ISM-Industrie-Index ist heute der einzige feststehende Konjunkturtermin mit Gewicht. Die Erwartung liegt bei 54,5, genau wie der vorherige Wert. Das macht die Reaktion interessanter als die Zahl selbst. Ein Wert auf Erwartung bestätigt nur den Status quo. Eine Abweichung würde sofort in die Zins- und Wachstumserzählung der Wall Street laufen.

Für Europa zählt bis dahin vor allem die Frage, ob die US-Futures stark genug sind, um die Schwäche vom letzten Xetra-Schluss zu überdecken. Der Nasdaq-Future setzt den positiven Akzent. Der Ölpreis setzt den Haken darunter. Um 9:00 Uhr zeigt Frankfurt, ob daraus ein echter Erholungsauftakt wird oder nur ein freundlicher Vorlauf aus dem Futures-Handel.

jvt.
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