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Märkte jvt / DFN-Redaktion · 23. October 2026, 06:30 Uhr · 2 Min. Lesezeit
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Morgenbriefing: Nikkei fällt, Hang Seng steigt vor dem DAX-Start

Asien liefert Europa kein sauberes Signal. Der DAX kommt aus einem schwachen Schlusskurs, kurz nach 9 Uhr folgen die Einkaufsmanagerdaten.

Illustration: Morgenbriefing: Nikkei fällt, Hang Seng steigt vor dem DAX-Start

Der Handelstag beginnt mit einer schiefen Vorlage. Tokio steht unter Druck, Hongkong hält dagegen, und die US-Futures liefern vor Frankfurt kaum Richtung. Für den DAX ist das keine Erholungsvorlage. Es ist ein Test, ob der gestrige Rückgang bei 25.372 Punkten verdaut ist oder ob die Schwäche in Europa weiterläuft.

Der DAX ging mit minus 1,07 Prozent aus dem Handel. Der EuroStoxx 50 verlor sogar 1,94 Prozent auf 6.087 Punkte. Damit liegt die Latte für den Morgen niedrig, aber nicht automatisch attraktiv. Nach einem solchen Schluss zählt zuerst, ob Käufer schon zu Handelsbeginn zurückkommen oder ob sie die Konjunkturdaten abwarten.

Asien übergibt Europa ein gemischtes Signal

In Asien läuft der Handel noch. Der Nikkei 225 fällt um 0,88 Prozent auf 62.353 Punkte. Der Hang Seng steigt dagegen um 0,58 Prozent auf 23.067 Punkte. Die Staffel-Übergabe Asien zu Europa fällt damit uneinheitlich aus. Japan belastet, Hongkong stabilisiert, Europa muss die Richtung selbst finden.

Die laufenden US-Futures passen zu diesem Bild. Der S&P-500-Future liegt 0,10 Prozent im Minus. Der Dow-Future verliert 0,24 Prozent. Der Nasdaq-Future steht leicht mit 0,05 Prozent im Plus. Das ist kein starkes Signal für Risikoappetit. Es ist eher ein Markt, der nach dem nächsten Datensatz sucht.

Auch die Nebenmärkte zeigen kein klares Lager. EUR/USD notiert bei 1,1216 Dollar und gibt 0,05 Prozent nach. USD/JPY liegt bei 156,87 und steigt leicht. Gold fällt um 0,93 Prozent auf 4.023 Dollar. Öl WTI steigt dagegen um 0,48 Prozent auf 99,95 Dollar. Bitcoin notiert bei 81.573 Dollar und legt 0,32 Prozent zu.

Was heute zählt

Kurz nach der Xetra-Eröffnung kommen die Einkaufsmanagerdaten aus Frankreich und Deutschland. Um 09:15 Uhr stehen die französischen Flash-Werte für Industrie und Dienstleistungen an. Um 09:30 Uhr folgen die deutschen Werte. Der Markt bekommt damit früh eine Antwort auf die Frage, ob Europas Wachstumssignal stabil bleibt oder weiter ausfranst.

Worauf jetzt achten
  • 09:15 Uhr: Frankreich meldet Flash-PMI für Industrie und Dienstleistungen. Das ist der erste Konjunkturtest nach Handelsstart.
  • 09:30 Uhr: Deutschland liefert die entsprechenden PMI-Werte. Sie treffen den DAX in der ersten Handelsstunde.
  • 15:45 bis 16:00 Uhr: In den USA folgen Einkaufsmanagerdaten, Verbraucherstimmung und Inflationserwartungen der Universität Michigan.

Am Nachmittag verschiebt sich der Blick in die USA. Für die Industrie wird ein Einkaufsmanagerwert von 55,4 erwartet, nach 57,0 zuvor. Für Dienstleistungen liegt die Erwartung bei 57,9, nach 58,7 zuvor. Um 16:00 Uhr folgen die revidierte Verbraucherstimmung und die Inflationserwartungen.

Bis dahin startet Frankfurt mit einer offenen Rechnung. Die Vorgaben reichen nicht für eine klare Gegenbewegung, aber sie erzwingen auch keinen erneuten Ausverkauf. Um 9:00 Uhr zeigt die Xetra-Eröffnung, ob der DAX die Schwäche vom Vortag nur sortiert oder ob Europas Minus noch Käufer abschreckt.

jvt.
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