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Märkte jvt / DFN-Redaktion · 6. November 2026, 06:30 Uhr · 2 Min. Lesezeit
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Morgenlage: Nikkei fällt 6,44 Prozent, Nasdaq-Future steigt

Tokio verkauft hart, Hongkong kauft, US-Futures laufen auseinander. Vor Xetra hängt der DAX an einem Morgen, der erst um 14:30 Uhr richtig sortiert wird.

Illustration: Morgenlage: Nikkei fällt 6,44 Prozent, Nasdaq-Future steigt

Der Morgen liefert keine saubere Richtung. Japan verkauft scharf, Hongkong kauft, und die US-Futures widersprechen sich. Das passt schlecht zu der bequemen Risiko-an-oder-risiko-aus-Lesart, mit der viele Handelstage vorsortiert werden.

Die stärkste Zahl kommt aus Tokio. Der Nikkei 225 steht bei 57.147 Punkten und verliert 6,44 Prozent. Der Hang Seng hält dagegen und steigt auf 24.450 Punkte, ein Plus von 2,22 Prozent. Wer Asien als einen Block liest, übersieht an diesem Morgen den Bruch zwischen Japan und China-nahen Aktien.

Asien übergibt Europa ein zerrissenes Bild

Die Übergabe von Asien nach Europa fällt damit rau aus. Der Dollar notiert bei 157,86 Yen und legt um 0,13 Prozent zu. Das hält den Yen schwach, während japanische Aktien klar unter Druck stehen. In Hongkong läuft der Handel dagegen freundlicher.

Die US-Futures machen das Bild nicht einfacher. Der S&P-500-Future steht bei 7.384 Punkten und liegt mit 0,01 Prozent praktisch unverändert. Der Nasdaq-Future steigt um 0,81 Prozent auf 26.970 Punkte. Der Dow-Future fällt dagegen um 0,93 Prozent auf 51.137 Punkte. Tech wirkt stabiler als der breite Industrieteil des US-Marktes.

Europa bekommt vor 9:00 Uhr keinen Rückenwind. Der DAX steht bei 26.325 Punkten und verliert 0,43 Prozent. Der EuroStoxx 50 gibt um 0,55 Prozent auf 6.232 Punkte nach. Der Euro fällt zum Dollar um 0,15 Prozent auf 1,1201 Dollar. Gold verliert 1,48 Prozent auf 4.053 Dollar, Öl WTI steigt um 0,86 Prozent auf 91,30 Dollar, Bitcoin fällt um 0,80 Prozent auf 75.375 Dollar. Auch die Nebenmärkte erzählen keine einheitliche Geschichte.

Worauf jetzt achten
  • 14:30 Uhr: USA melden Stundenlöhne, neue Stellen und Arbeitslosenquote. Die Daten bündeln den wichtigsten Makro-Test des Tages.
  • 16:00 Uhr: Das Verbrauchervertrauen der Universität Michigan und die Inflationserwartungen folgen. Sie zeigen, ob Haushalte Preisdruck weiter einpreisen.
  • 17:00 Uhr: BOJ-Gouverneur Ueda spricht. Der Yen steht bereits im Fokus, weil USD/JPY bei 157,86 notiert.

Um 14:30 Uhr bekommt der Markt seine härteste Prüfung

Die US-Arbeitsmarktdaten tragen heute mehr Gewicht als die frühen Futures. Erwartet werden 65.000 neue Stellen nach 29.000 zuvor. Bei den Stundenlöhnen liegt die Erwartung bei 0,3 Prozent nach 0,1 Prozent. Die Arbeitslosenquote wird erneut bei 4,2 Prozent erwartet.

Gerade die Kombination zählt. Höhere Löhne bei stabiler Arbeitslosenquote würden anders gelesen als ein Stellenplus ohne Lohndruck. Der Markt sucht nicht nur Wachstum, sondern auch Hinweise auf die künftige Inflationsspur. Um 16:00 Uhr folgt mit dem Verbrauchervertrauen ein zweiter Filter. Erwartet werden 48,1 Punkte nach 46,3 zuvor, bei den Inflationserwartungen steht zuvor 4,7 Prozent im Kalender.

Für die Xetra-Eröffnung um 9:00 Uhr heißt das: Frankfurt startet mit negativen europäischen Vorgaben in einen Tag, dessen wichtigster Impuls erst am Nachmittag kommt. Der stärkere Nasdaq-Future kaschiert die Schwäche im Dow und den Einbruch in Japan. Der DAX muss zur Eröffnung zeigen, ob Europas Minusvorgaben nur Vorsicht vor den US-Zahlen sind oder bereits die Fortsetzung des japanischen Drucks.

jvt.
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