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Märkte fbr / DFN-Redaktion · 21. October 2026, 06:30 Uhr · 2 Min. Lesezeit
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Nasdaq-Future steigt. Hang-Seng-Index belastet Europas Vorbörse

US-Tech-Futures ziehen vor Frankfurt an, doch der Hang-Seng-Index verliert 1,66 Prozent. Für den DAX zählt damit mehr als der freundliche Nasdaq-Blick.

Illustration: Nasdaq-Future steigt. Hang-Seng-Index belastet Europas Vorbörse

Der Morgen liefert kein sauberes Risikosignal. Der Nasdaq-Future steigt um 0,81 Prozent auf 29.915 Punkte, doch Hongkong fällt deutlich. Diese Mischung ist für Europa unangenehm, weil sie zwei Geschichten zugleich erzählt: US-Tech bleibt gefragt, Asien gibt aber keinen breiten Rückenwind.

Der S&P-500-Future legt um 0,33 Prozent auf 7.781 Punkte zu. Der Dow-Future kommt nur um 0,09 Prozent auf 52.765 Punkte voran. Die Käufer sitzen also vor allem im Technologiekomplex. Das kann den DAX stützen, reicht aber nicht für eine klare Entwarnung.

Asien übergibt Europa ein geteiltes Bild

In Tokio läuft der Handel freundlich. Der Nikkei 225 steigt um 0,89 Prozent auf 64.645 Punkte. In Hongkong sieht es anders aus. Der Hang Seng verliert 1,66 Prozent auf 23.784 Punkte. Die Übergabe von Asien nach Europa fällt damit schief aus: Japan liefert Stärke, China-Nähe liefert Druck.

Die europäischen Indikationen spiegeln diese Vorsicht. Der DAX steht vorbörslich bei 25.304 Punkten und damit 0,06 Prozent tiefer. Der EuroStoxx 50 liegt bei 6.122 Punkten, ein Minus von 0,38 Prozent. Wer nur auf die Nasdaq schaut, bekommt an diesem Morgen ein zu freundliches Bild.

Auch die Nebenmärkte wirken nicht nach Panik, aber nach Reibung. EUR/USD fällt um 0,11 Prozent auf 1,1228. USD/JPY steht fast unverändert bei 158,11. Gold bewegt sich mit minus 0,01 Prozent bei 4.142 kaum. Öl WTI steigt dagegen um 1,39 Prozent auf 99,18. Das ist der Preis, der in die Inflationsdebatte hineinfunkt.

Worauf jetzt achten
  • 08:00 Uhr: Großbritannien meldet Verbraucherpreise. Erwartet werden 3,4 Prozent nach 3,1 Prozent zuvor.
  • Vorbörse: Die Spanne zwischen Nasdaq-Future und EuroStoxx-50-Indikation zeigt, ob Tech-Stärke nach Europa überspringt.
  • Ölpreis: WTI liegt 1,39 Prozent höher. Das macht jede Inflationszahl empfindlicher für die Zinsfantasie.

Die britische Inflation setzt den ersten Makro-Test

Der einzige harte Termin am Morgen kommt aus Großbritannien. Die Verbraucherpreise stehen um 08:00 Uhr an. Die Erwartung liegt bei 3,4 Prozent nach 3,1 Prozent zuvor. Ein höherer Wert würde die Ruhe am Anleihe- und Devisenmarkt testen. Ein schwächerer Wert nähme etwas Druck aus der frühen europäischen Eröffnung.

Für Frankfurt zählt deshalb weniger die isolierte DAX-Zahl als die Reihenfolge. Erst kommt die britische Inflation. Dann zeigt sich, ob die US-Tech-Futures nur ein amerikanischer Sonderlauf sind oder ob sie die europäischen Käufer anziehen. Um 9:00 Uhr öffnet Xetra. Dann wird aus der geteilten Vorbörse ein echter Preis.

fbr.
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