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Märkte jvt / DFN-Redaktion · 14. September 2026, 15:00 Uhr · 2 Min. Lesezeit
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US-Start: Nasdaq-Future verliert 1,70 Prozent vor der Eröffnung

Kurz vor New York drücken Tech-Futures stärker als Europa. Der DAX gibt nach, Apple hält dagegen, und Lagarde liefert später den Makro-Test.

Illustration: US-Start: Nasdaq-Future verliert 1,70 Prozent vor der Eröffnung

Die Wall Street geht mit einem klaren Warnsignal in die Eröffnung. Um 15:00 Uhr deutscher Zeit liegt der Nasdaq-Future bei 28.889 Punkten und damit 1,70 Prozent im Minus. Der S&P-500-Future verliert 0,69 Prozent auf 7.607 Punkte. Der Dow-Future hält sich mit minus 0,39 Prozent auf 52.793 Punkten besser. Das Muster ist eindeutig: Der Druck sitzt vor allem im Tech-Segment.

Das ist auffällig, weil die US-Indizes zuletzt noch freundlich aus dem Handel gingen. Der S&P 500 schloss bei 7.657 Punkten mit plus 0,86 Prozent. Die Nasdaq ging bei 26.333 Punkten mit plus 0,96 Prozent aus dem Handel. Der Dow Jones beendete die Sitzung bei 52.573 Punkten und plus 0,98 Prozent. Die Futures nehmen diesen Rückenwind nicht mit. Sie preisen vor dem Start eine härtere Eröffnung ein.

Europa übergibt schwach, aber nicht panisch

Frankfurt liefert der Wall Street keinen Stabilisator. Der DAX steht bei 25.425 Punkten und verliert 0,56 Prozent. Damit passt Europa eher zum S&P-Future als zum deutlich schwächeren Nasdaq-Future. Der Unterschied zählt. Eine breite Risikoabwicklung sieht anders aus. Bis hierhin wirkt es eher wie eine Rotation gegen hoch bewertete Wachstumswerte.

Auch der Devisenmarkt drückt auf die Stimmung. EUR/USD fällt um 0,57 Prozent auf 1,1535. Ein festerer Dollar verschärft für US-Konzerne mit Auslandsgeschäft oft die Übersetzungsfrage bei Gewinnen. Für den heutigen Start ist das kein Haupttreiber, aber es verstärkt den Ton: Die Eröffnung kommt nicht aus einer weichen Makro-Kulisse.

Worauf jetzt achten
  • 15:30 Uhr: US-Eröffnung. Der Abstand zwischen Nasdaq-Future und Dow-Future zeigt, ob der Druck eng auf Tech begrenzt bleibt.
  • Einzelwerte: Nvidia steht bei 218,29 Dollar und minus 0,03 Prozent, Apple bei 332,27 Dollar und plus 1,75 Prozent, Tesla bei 365,44 Dollar und plus 0,52 Prozent.
  • 17:15 Uhr: EZB-Präsidentin Christine Lagarde spricht. Der Termin kann den Euro und damit auch den Dollar-Ton im späten europäischen Handel bewegen.

Tech ist nicht geschlossen schwach

Die Einzelwerte brechen das einfache Nasdaq-Narrativ. Nvidia notiert fast unverändert. Apple liegt deutlich im Plus. Tesla steht ebenfalls höher. Der Future-Abschlag kommt also nicht automatisch aus diesen drei Namen. Genau dort wird die erste Handelsstunde interessant. Wenn die großen Indexgewichte stabil bleiben, muss der Verkaufsdruck breiter aus der zweiten Reihe kommen. Wenn sie nachgeben, bekommt der schwache Nasdaq-Future nachträglich sein Fundament.

Die erste Handelsstunde dürfte deshalb vor allem auf drei Dinge schauen: die Marktbreite im Tech-Sektor, die Stabilität der großen Indexgewichte und den Dollar nach dem europäischen Übergang. Hält der Dow besser als die Nasdaq, bleibt der Tag ein Bewertungs- und Tech-Test. Zieht der Druck in den S&P 500 hinein, wird aus der schwachen Eröffnung ein breiterer Risikotag.

jvt.
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