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Märkte jvt / DFN-Redaktion · 30. October 2026, 14:01 Uhr · 2 Min. Lesezeit
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US-Start: Nasdaq-Future verliert 2,59 Prozent, Apple hält dagegen

Die Futures kippen vor der Wall Street klar nach unten. Europa übergibt Schwäche, doch Apple stützt den Tech-Ton an einer ungewöhnlichen Stelle.

Illustration: US-Start: Nasdaq-Future verliert 2,59 Prozent, Apple hält dagegen

Die Wall Street geht mit einer klaren Schieflage in den Start: Der Nasdaq-Future fällt um 2,59 Prozent auf 28.798 Punkte. Der S&P-500-Future gibt 1,09 Prozent auf 7.670 Punkte ab. Der Dow-Future hält sich mit minus 0,17 Prozent auf 52.424 Punkten deutlich besser. Das ist keine breite Panik, sondern ein konzentrierter Druck auf Wachstum und große Tech-Werte.

Der Verkaufsdruck sitzt vor allem im Nasdaq

Der Rückblick vom Donnerstag passt dazu. Der Nasdaq ging mit minus 1,38 Prozent bei 26.185 Punkten aus dem Handel. Der S&P 500 verlor 0,30 Prozent auf 7.720 Punkte. Der Dow Jones gab nur 0,25 Prozent auf 52.343 Punkte ab. Die Futures verschärfen damit vor der Eröffnung genau jene Spaltung, die der Kassamarkt bereits hinterlassen hatte.

Bei den Einzelwerten ist das Bild nicht sauber eindimensional. Nvidia notiert bei 213,66 Dollar und verliert 0,80 Prozent. Tesla liegt bei 403,30 Dollar und gibt 0,23 Prozent ab. Apple steigt dagegen um 1,48 Prozent auf 348,91 Dollar. Gerade diese Gegenbewegung macht den Start interessant. Wenn der Index fällt, obwohl ein Schwergewicht steigt, liegt der Druck tiefer in der Breite der Tech-Werte.

Europa übergibt Schwäche, aber keinen Währungsschock

Europa liefert der Wall Street keinen Rückenwind. Der DAX steht bei 25.827 Punkten und verliert 0,81 Prozent. Der Euro bewegt sich dagegen kaum. EUR/USD liegt bei 1,1179 und damit 0,02 Prozent niedriger. Das nimmt dem Tag eine einfache Erklärung. Die Schwäche kommt nicht aus einem abrupten Dollar-Schub, sondern aus der Neubewertung von Risiko.

Der Kalender gibt dafür den Takt vor. In Japan standen in der Nacht der BoJ-Zinsentscheid, der Outlook Report und die Pressekonferenz im Fokus. In Deutschland folgten die vorläufigen Verbraucherpreise und das vorläufige Quartals-BIP. Für die USA stand um 13:30 Uhr der Employment Cost Index im Kalender. Erwartet wurden 0,8 Prozent nach 0,9 Prozent zuvor. Diese Zahl ist für Aktien sensibel, weil Lohnkosten direkt in die Inflations- und Margendebatte führen.

Die erste Handelsstunde dürfte daher weniger auf die Schlagzeile und mehr auf die Marktbreite schauen. Hält Apple sein Plus, während Nvidia und Tesla schwächeln, bleibt der Nasdaq anfällig. Dreht der S&P 500 schneller als der Nasdaq, spricht das für Rotation statt Flucht. Bleibt auch der Dow stabil, wäre das die nüchterne Botschaft des Starts: Nicht der ganze US-Markt wackelt, sondern vor allem der teuer bewertete Teil.

jvt.
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