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Märkte fbr / DFN-Redaktion · 22. September 2026, 22:30 Uhr · 2 Min. Lesezeit
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Wall-Street-Schluss: Nasdaq plus 0,45 Prozent, Dow im Minus

New York beendet den Handelstag ohne klare Richtung: Tech hält die Indizes, Amazon und Microsoft bremsen, Bitcoin und Gold liefern eine ruhige Nachtvorgabe.

Illustration: Wall-Street-Schluss: Nasdaq plus 0,45 Prozent, Dow im Minus

New York hat den Dienstag mit einer sauberen Spaltung beendet. Der Nasdaq stieg zum Handelsschluss um 0,45 Prozent auf 27.244 Punkte. Der Dow Jones verlor 0,36 Prozent auf 51.864 Punkte. Der S&P 500 blieb bei 7.765 Punkten praktisch unverändert.

Das war kein breiter Risikotag. Es war ein Markt, der einzelne große Namen gegeneinander verrechnete. Nvidia legte um 0,66 Prozent auf 228,87 Dollar zu. Broadcom gewann 0,52 Prozent auf 364,54 Dollar. Tesla stieg um 0,98 Prozent auf 378,90 Dollar. Dagegen fielen Microsoft um 0,72 Prozent auf 498,00 Dollar und Amazon um 1,34 Prozent auf 254,98 Dollar.

Tech trägt den Index, aber nicht geschlossen

Die Nasdaq-Stärke kam nicht aus einem einfachen Megacap-Korb. Apple stieg nur leicht um 0,23 Prozent auf 339,75 Dollar. Nvidia und Broadcom halfen den Chipwerten. Tesla lieferte zusätzlichen Rückenwind. Amazon und Microsoft bremsten dagegen genau dort, wo der Markt sonst gern von geschlossener Tech-Führung spricht.

Der flache S&P 500 passt zu diesem Bild. Die großen Gewinner reichten aus, um Schwäche an anderer Stelle zu neutralisieren. Sie reichten aber nicht aus, um aus dem Tag eine klare Wall-Street-Vorlage zu machen. Der Dow zeigte die andere Seite. Sein Minus legt nahe, dass der Handel abseits der Nasdaq-Spitze vorsichtiger blieb.

Auch die Nebenmärkte lieferten keine laute Botschaft. Bitcoin gab um 0,28 Prozent auf 86.358 Dollar nach. Gold stieg um 0,30 Prozent auf 4.397 Dollar. Risikoappetit und Absicherung liefen damit nicht sauber in eine Richtung. Das ist oft der Teil eines Handelstags, der mehr sagt als die Indexzeile.

Asien bekommt eine Vorlage mit schmaler Führung

Für die Nacht bleibt keine Panik übrig, aber auch kein breiter Rückenwind. Tokio übernimmt um 02:00 Uhr deutscher Zeit eine Wall Street, in der Nasdaq-Werte besser liefen als der Dow. Das spricht für einen selektiven Start in Asien, vor allem dort, wo lokale Tech- und Halbleiterwerte auf die US-Vorgabe reagieren.

Der europäische Morgen bekommt damit eine gemischte Messlatte. Die US-Tech-Schiene hält, doch Amazon und Microsoft verhindern das einfache Narrativ vom starken Schluss. Wenn Asien die Nasdaq-Spur aufnimmt, startet Europa mit Rückenwind in den Wachstumswerten. Wenn Tokio stärker auf den Dow schaut, bleibt vom US-Schluss vor allem ein Satz hängen: New York hat gekauft, aber nicht den ganzen Markt.

fbr.
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