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Märkte jvt / DFN-Redaktion · 3. November 2026, 22:30 Uhr · 2 Min. Lesezeit
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Wall-Street-Schluss: Nasdaq steigt 0,83 Prozent, Dow fällt

New York ging zweigeteilt aus dem Handel: KI-Schwergewichte zogen, Apple und Tesla bremsten. Für Asien zählt nun der Tech-Impuls.

Illustration: Wall-Street-Schluss: Nasdaq steigt 0,83 Prozent, Dow fällt

New York beendete den Handelstag mit einem klaren Bruch zwischen Tech und klassischer Breite. Der S&P 500 ging bei 7.569 Punkten mit 0,36 Prozent Plus aus dem Handel. Der Nasdaq schloss bei 25.372 Punkten und gewann 0,83 Prozent. Der Dow Jones fiel dagegen um 0,38 Prozent auf 51.787 Punkte. Das war kein breiter Risiko-Appetit, sondern ein enger Zug in die großen Technologie- und KI-Namen.

Die Führung kam ausgerechnet dort her, wo der Markt in den vergangenen Wochen besonders empfindlich auf Bewertung und Zinsfantasie reagierte. Nvidia stieg um 2,29 Prozent auf 206,69 Dollar. Microsoft legte um 2,74 Prozent auf 520,99 Dollar zu. Broadcom gewann 3,07 Prozent auf 332,13 Dollar. Amazon stieg um 2,06 Prozent auf 250,69 Dollar. Diese vier Bewegungen reichten, um den Nasdaq sichtbar vor den Dow zu setzen.

Tech trug den Index, aber Apple und Tesla bremsten die Breite

Der saubere Nasdaq-Schluss kaschiert die Schwäche an zwei prominenten Stellen. Apple fiel um 1,90 Prozent auf 331,90 Dollar. Tesla verlor 1,32 Prozent auf 398,50 Dollar. Damit lag der Tag nicht einfach auf der Linie „große Tech-Werte steigen“. Er war selektiver. Kapital floss in die Namen, die direkt mit Cloud, Chips und KI-Infrastruktur verbunden sind. Konsum-Tech und Elektroauto-Fantasie bekamen weniger Kredit.

Für die Indexlesart ist diese Trennung wichtig. Ein Nasdaq-Plus von 0,83 Prozent wirkt stark. Es trägt aber eine klare Handschrift. Wenn Nvidia, Microsoft, Amazon und Broadcom steigen, kann der Index viel überdecken. Der Dow reagiert anders, weil er weniger stark an diese KI-Kette hängt. Genau deshalb fiel er trotz freundlicher Tech-Stimmung.

Bitcoin steigt, Gold fällt: Risiko war selektiv, nicht pauschal

Auch außerhalb der Aktien zeigte sich kein einheitlicher Flucht- oder Euphorietag. Bitcoin stieg um 1,45 Prozent auf 77.796 Dollar. Gold fiel um 0,91 Prozent auf 3.933 Dollar. Diese Kombination spricht eher für eine Umschichtung in riskantere Wachstums- und Liquiditätsthemen als für eine allgemeine Absicherung. Sie passt zum Bild des Abends: Die Käufer suchten Hebel auf Zukunftserträge, nicht Schutz vor Stress.

Der Treiber hinter dem Schlussbild lag damit weniger in einer breiten Entwarnung als in der relativen Stärke einzelner Megacaps. Das macht den Abend brauchbar für die globale Vorgabe, aber nicht unverwundbar. Ein von wenigen Namen getragener Schluss kann am nächsten Handelstag schnell drehen, wenn Gewinnmitnahmen bei genau diesen Titeln einsetzen.

Die Übergabe an Asien fällt deshalb eindeutig, aber schmal aus. Tokio öffnet in der Nacht mit Rückenwind aus Nasdaq und KI-Komplex. Japanische Halbleiter- und Elektronikwerte dürften als erste prüfen, ob der New Yorker Impuls trägt. Für den europäischen Morgen bleibt die Vorgabe zweigeteilt: Tech hat Rückenwind, die breite Wall Street nicht.

jvt.
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