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Märkte fbr / DFN-Redaktion · 28. September 2026, 22:30 Uhr · 2 Min. Lesezeit
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Wall-Street-Schluss: Nasdaq verliert 0,92 Prozent trotz Nvidia

New York schloss schwach: Nvidia stieg, doch Tesla, Microsoft und Amazon drückten. Der Goldrutsch macht die Vorlage für Asien heikler als die Indizes.

Illustration: Wall-Street-Schluss: Nasdaq verliert 0,92 Prozent trotz Nvidia

New York hat den globalen Handelstag mit roten Indizes beendet. Der S&P 500 ging bei 7.684 Punkten aus dem Handel, ein Minus von 0,77 Prozent. Der Nasdaq schloss bei 26.820 Punkten und verlor 0,92 Prozent. Der Dow Jones gab 0,67 Prozent auf 51.482 Punkte ab.

Der auffällige Teil dieses Schlussbilds liegt in der Verteilung. Nvidia stieg um 1,68 Prozent auf 228,86 Dollar. Das reichte nicht, um den Technologiesektor optisch zu retten. Apple verlor 0,78 Prozent auf 338,40 Dollar, Microsoft fiel um 1,35 Prozent auf 509,22 Dollar, Amazon gab 1,41 Prozent auf 246,15 Dollar ab. Tesla stand mit minus 3,94 Prozent auf 357,45 Dollar am schwächsten unter den genannten Einzelwerten.

Nvidia hält sich, aber der Rest liefert die Richtung

Der Markt bekam damit keinen einfachen KI-Rally-Abend. Ein einzelner Gewinner kann Stimmung erzeugen, aber ein Index braucht Breite. Genau daran fehlte es zum Schluss. Broadcom verlor 0,92 Prozent auf 349,57 Dollar und lief damit näher am Nasdaq als an Nvidia. Der Handel erzählte also keine Geschichte von pauschaler Halbleiterstärke, sondern von selektiver Nachfrage.

Diese Selektivität ist mehr als Kosmetik. Wenn Nvidia steigt und der Nasdaq trotzdem fast ein Prozent verliert, sitzt der Druck an anderer Stelle. Die Abgaben bei Microsoft, Amazon, Apple und Tesla trafen Namen, die in den vergangenen Jahren für viel Indexvertrauen standen. Der Abend war damit kein Absturz, aber ein Test für die These, dass wenige große Aktien die Wall Street weiter durch jede Schwäche tragen können.

Die Zahl dahinter
-3,83 Prozent

Gold fiel auf 4.156 Dollar. Der Rückgang war deutlich stärker als die Verluste der großen US-Indizes und nahm dem Abend den klassischen Sicherheitsanker.

Gold und Bitcoin machen die Schwäche unbequemer

Noch interessanter war der Blick neben die Aktien. Bitcoin fiel um 1,19 Prozent auf 83.452 Dollar. Gold rutschte um 3,83 Prozent auf 4.156 Dollar ab. Das ist keine saubere Flucht aus Risiko in Sicherheit. Es sieht eher nach Abbau über mehrere beliebte Positionen hinweg aus.

Damit endet der US-Tag mit einer doppelten Botschaft. Aktien gaben nach, obwohl Nvidia stützte. Gleichzeitig fielen Bitcoin und Gold mit. Wer nur auf den Nasdaq-Verlust schaut, unterschätzt deshalb den Abend. Der breitere Punkt ist die fehlende Ausweichbewegung. Kapital versteckte sich nicht sichtbar in Gold, und Krypto bekam ebenfalls keinen Gegenlauf.

Für Tokio ist diese Vorlage unangenehm, aber nicht eindeutig. Asien übernimmt schwächere US-Indizes, einen starken Nvidia-Kurs und Druck bei Tesla, Microsoft und Amazon. Japanische und asiatische Tech-Werte könnten daher nicht nur auf den Nasdaq reagieren, sondern auf die Frage, ob Nvidias Stärke als Sonderfall gilt oder als Rest von Risikobereitschaft. Für den europäischen Morgen bleibt die Vorgabe rot. Der DAX bekommt keinen Rückenwind aus New York, aber einen klaren Prüfstein: ob Europas Handel die US-Schwäche breit übernimmt oder nur die Verlierer des Abends nachzeichnet.

fbr.
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