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Rohstoffe & Devisen jvt / DFN-Redaktion · 28. August 2026, 10:00 Uhr · 1 Min. Lesezeit
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WTI bei 89,30 Dollar: Öl dämpft den Inflationsdruck

WTI beendet die Woche unter 90 Dollar, Brent knapp darüber. Gespräche zu Hormus drücken die Risikoprämie und nehmen der Zinsdebatte etwas Druck.

Illustration: WTI bei 89,30 Dollar: Billiges Öl nimmt den Zins-Falken ein Argument

Der US-Ölpreis WTI ging zum Wochenschluss bei 89,30 Dollar aus dem Handel. Damit liegt er klar unter den Augustständen. Brent hielt sich knapp über 90 Dollar. Der Befund ist nüchtern: Öl ist nicht billig, aber die geopolitische Prämie ist kleiner geworden.

Größenordnung
rund 1/5

So viel des global gehandelten Öls passiert die Straße von Hormus.

Der Grund ist kein einzelner Befreiungsschlag. Die von Oman vermittelten Gespräche mit dem Iran über die Sicherheit der Straße von Hormus nehmen Eskalationsrisiko aus dem Preis. Zugleich liefert die Angebotsseite weiter verlässlich. Die OPEC+-Förderung läuft stabil, die US-Produktion liegt nahe Rekordniveau, und die Lagerbestände stiegen zuletzt.

Die Risikoprämie ist damit nicht verschwunden. Sie ist nur billiger geworden. Die Straße von Hormus bleibt der empfindlichste Engpass des Weltölmarkts, und der Ausgang der Gespräche ist offen. Deshalb zählen jetzt Frachtraten für Tanker, Versicherungsprämien für Golf-Passagen und die Terminkurve, die weiter eine Prämie für sofortige Verfügbarkeit zeigt. WTI unter 90 Dollar entlastet zugleich die Inflationsrechnung der Notenbanken. In der Zinsdebatte der kommenden Woche nimmt jeder Dollar Entspannung den geldpolitischen Falken ein Argument. Scheitert die Diplomatie, gilt das Gegenteil schnell. Zum Wochenauftakt zeigen die CME-Futures als Nächstes, ob der Markt diese ruhigere Lesart bestätigt.

jvt.
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