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Märkte lbn / DFN-Redaktion · 8. October 2026, 18:00 Uhr · 2 Min. Lesezeit
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Xetra-Schluss: DAX fällt 1,18 Prozent, Volkswagen rutscht ab

Zum Xetra-Schluss gab der DAX deutlich nach. Der Druck kam aus den Schwergewichten, während die Wall Street die Vorlage nur verhalten aufnimmt.

Illustration: Xetra-Schluss: DAX fällt 1,18 Prozent, Volkswagen rutscht ab

Der deutsche Aktienmarkt ging schwach aus dem Xetra-Handel. Der DAX schloss bei 24.807 Punkten und verlor 1,18 Prozent. Der EuroStoxx 50 hielt sich mit 6.127 Punkten und einem Minus von 0,87 Prozent etwas besser, doch auch in Europa fehlte zum Schluss die Gegenwehr.

Der Tag bekam seine Richtung über die großen Namen. Wenn SAP, Siemens und Volkswagen gleichzeitig fallen, wird aus einzelnen Abschlägen schnell Indexdruck. SAP verlor 1,60 Prozent auf 184,62 Euro. Siemens gab 2,56 Prozent auf 264,25 Euro ab. Volkswagen rutschte um 4,50 Prozent auf 66,60 Euro und lieferte den deutlichsten Ausreißer unter den genannten DAX-Werten.

Die Schwäche kam aus den Schwergewichten

Der Xetra-Schluss war kein Bild eines Marktes, der nur an einer Ecke stolpert. Er war aber auch kein Ausverkauf quer durch alle Sektoren. Allianz verlor 0,93 Prozent auf 413,40 Euro. Deutsche Telekom gab 0,59 Prozent auf 26,83 Euro nach. Das war schwach, aber weniger hart als bei den konjunktur- und industrienahen Titeln.

Rheinmetall setzte sich dagegen ab. Die Aktie stieg um 0,94 Prozent auf 934,90 Euro. Das reicht nicht, um den DAX zu drehen. Es zeigt aber, dass der Handel nicht blind alles verkaufte. Anleger trennten stärker zwischen einzelnen Geschichten, auch wenn der Index am Ende klar rot blieb.

Die Zahl dahinter
minus 4,50 Prozent

Volkswagen war im DAX der auffälligste Verlierer unter den genannten Einzelwerten. Der Abschlag gab dem schwachen Xetra-Schluss sein sichtbarstes Gesicht.

Der Euro half ebenfalls nicht als Stimmungsgeber. EUR/USD lag bei 1,1194 und damit 0,04 Prozent tiefer. Die Bewegung war zu klein, um den Handelstag zu erklären. Der Druck kam nicht aus einer großen Währungsverschiebung. Er kam aus Aktien selbst, vor allem aus den großen Indexgewichten.

New York übernimmt eine angeschlagene Vorlage

Die Wall Street handelt noch und verstärkt die Vorsicht eher, als sie sie bricht. Der S&P 500 liegt bei 7.772 Punkten und verliert 0,39 Prozent. Die Nasdaq steht bei 27.357 Punkten und gibt 0,66 Prozent ab. Für Europa ist das die unangenehme Variante: kein harter US-Schock, aber auch kein Käuferimpuls aus New York.

Damit endet der europäische Handelstag mit einer klaren Botschaft. Der DAX fiel nicht wegen eines einzigen schwachen Werts. Volkswagen machte den Druck sichtbar, Siemens und SAP machten ihn indexrelevant. Solange die US-Börsen im Minus bleiben, bekommt der europäische Schluss keine nachträgliche Entlastung. Bis 22 Uhr deutscher Zeit entscheidet New York, ob aus der schwachen Vorlage nur ein roter Xetra-Tag wird oder ob Tokio um 2 Uhr deutscher Zeit bereits den nächsten Staffelstab einer breiteren Schwäche übernimmt.

lbn.
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