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Märkte lbn / DFN-Redaktion · 22. October 2026, 18:01 Uhr · 2 Min. Lesezeit
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Xetra-Schluss: DAX fällt auf 25.372, SAP verdeckt die Schwäche

Der DAX verlor 1,07 Prozent, der EuroStoxx 50 fast doppelt so viel. Einzelne Gewinner hielten Frankfurt hoch, während die USA schwach übernahmen.

Illustration: Xetra-Schluss: DAX fällt auf 25.372, SAP verdeckt die Schwäche

Europa ging mit rotem Vorzeichen aus dem Handel, aber der deutsche Schluss sah glatter aus, als der Tag war. Der DAX schloss bei 25.372 Punkten und verlor 1,07 Prozent. Der EuroStoxx 50 fiel auf 6.087 Punkte und gab 1,94 Prozent ab. Frankfurt hielt sich damit besser als der europäische Kernindex. Das lag weniger an breiter Stärke als an wenigen schweren Stützen.

Der Handelstag erzählte keine simple Flucht aus deutschen Aktien. Er zeigte eine scharfe Auswahl innerhalb des DAX. SAP stieg um 3,21 Prozent auf 215,35 Euro. Deutsche Telekom legte um 2,67 Prozent auf 26,18 Euro zu. Volkswagen gewann 0,41 Prozent auf 69,38 Euro. Diese drei Namen reichten, um den Index optisch zu stabilisieren.

SAP und Telekom hielten den DAX freundlicher, als er war

Auf der Gegenseite stand Siemens mit einem Minus von 4,14 Prozent auf 255,70 Euro. Allianz verlor 0,96 Prozent auf 432,60 Euro. Rheinmetall gab 0,49 Prozent auf 1.015 Euro ab. Das ist kein gleichmäßiger Ausverkauf. Es ist ein Tag, an dem Anleger einzelne große Gewinner akzeptierten und zyklischere oder zinssensible Teile des Marktes stehen ließen.

Die Zahl dahinter
-1,94 Prozent

So stark verlor der EuroStoxx 50 zum europäischen Handelsschluss. Der Abstand zum DAX zeigt, wie stark wenige Frankfurter Schwergewichte das deutsche Bild verzerrten.

Der Euro half der Stimmung nicht. EUR/USD lag bei 1,1216 und verlor 0,17 Prozent. Das ist keine große Bewegung. In einem schwachen Aktienumfeld zählt aber auch ein kleiner Rückgang, weil er keine Entlastung von der Währungsseite liefert. Europa schloss also nicht mit Panik, aber mit wenig Gegenwehr.

Die Wall Street übernimmt die Schwäche und macht sie technologielastig

New York machte aus der europäischen Vorlage bis 18 Uhr keine Stabilisierung. Der S&P 500 lag bei 7.675 Punkten und verlor 1,05 Prozent. Die Nasdaq stand bei 26.170 Punkten und fiel 2,00 Prozent. Damit sitzt der Druck in den USA stärker bei den Technologiewerten. Für Europa ist das unangenehm, weil ausgerechnet SAP den DAX zuvor gestützt hatte.

Der Abend entscheidet nun nicht mehr über den europäischen Schlusskurs, aber über dessen Lesart. Wenn die Nasdaq schwach bleibt, wirkt der SAP-Anstieg weniger wie ein Signal für neue Risikobereitschaft und mehr wie eine Einzelbewegung gegen den Strom. Wenn der S&P 500 den Verlust verringert, bekommt Europas Ausverkauf nachträglich eine mildere Deutung.

Europa hat der Wall Street ein gespaltenes Bild übergeben: ein DAX mit starken Einzelwerten, ein schwächerer EuroStoxx 50 und ein etwas leichterer Euro. Bis 22 Uhr liegt der Blick auf der Frage, ob New York diese Schwäche bestätigt oder entschärft. Danach tragen Futures den Markt weiter, bevor Tokio um 2 Uhr deutscher Zeit die nächste Kassasitzung eröffnet.

lbn.
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