Xetra-Schluss: DAX steigt 0,77 Prozent trotz Rheinmetall-Minus

Der deutsche Aktienmarkt ging mit einem klaren Plus aus dem Xetra-Handel. Der DAX schloss bei 25.449 Punkten und legte 0,77 Prozent zu. Der EuroStoxx 50 gewann 0,48 Prozent auf 6.272 Punkte. Das sah nach breiter Erleichterung aus, war im Detail aber selektiver. Die großen Indexgewichte zogen, einzelne Abgeber verhinderten den glatteren Schlussbericht.
Der Tag bekam seinen freundlichen Ton über die Schwergewichte. SAP stieg um 1,92 Prozent auf 188,60 Euro. Siemens gewann 1,45 Prozent auf 279,00 Euro. Allianz kam mit 0,36 Prozent auf 420,70 Euro dazu. Das reichte, um den DAX stabil über der Nulllinie zu halten und am Nachmittag weiter nach oben zu tragen.
Schwergewichte trugen den DAX, Rheinmetall fiel heraus
Die Kehrseite lag bei den auffälligen Verlierern. Rheinmetall fiel um 2,77 Prozent auf 953,00 Euro. Deutsche Telekom gab 1,57 Prozent auf 26,41 Euro ab. Beide Werte drückten gegen den Indextrend. Volkswagen stieg zwar um 0,50 Prozent auf 68,88 Euro, prägte den Handelstag aber weniger als die großen Gewinner im Software- und Industriebereich.
- Was trieb den DAX? Vor allem SAP und Siemens lieferten den sichtbaren Beitrag zum Plus.
- Was bremste? Rheinmetall und Deutsche Telekom fielen gegen den Gesamtmarkt.
- Wie half die Wall Street? S&P 500 und Nasdaq handelten am Abend im Plus und stützten die Stimmung nach Xetra-Schluss.
Auch der Euro passte nicht ganz in das übliche Drehbuch eines reinen Risiko-Tages. EUR/USD stieg um 0,37 Prozent auf 1,1265. Ein festerer Euro kann exportlastige Werte belasten, doch heute reichte dieser Gegenwind nicht, um den DAX auszubremsen. Das spricht für Kaufinteresse in den großen Einzeltiteln, nicht für eine unterschiedslose Rally durch alle Branchen.
Die Wall Street übernimmt Europas Vorlage
Nach dem Xetra-Schluss handelt die Wall Street weiter fest. Der S&P 500 liegt bei 7.839 Punkten und damit 0,84 Prozent im Plus. Der Nasdaq steht bei 27.692 Punkten, ein Zuwachs von 0,78 Prozent. Europa übergibt also keine müde Erholung, sondern einen Handelstag mit Anschlussfähigkeit an die USA.
Für den Abend zählt jetzt, ob die US-Indizes ihre Gewinne halten oder ob der europäische Schluss im Rückblick zu stark von wenigen DAX-Schwergewichten getragen war. Genau dort liegt die offene Flanke dieses Handelstags: Die Indexstände sehen sauber aus, die Einzeltitel erzählen eine rauere Geschichte.
Bis 22 Uhr deutscher Zeit gibt New York die Richtung vor. Danach wandert der Blick nach Asien. Tokio öffnet am Mittwoch um 02:00 Uhr deutscher Zeit und bekommt eine europäische Vorlage mit Pluszeichen, aber auch mit der Frage, wie belastbar die US-Stärke nach Handelsschluss wirklich bleibt.







