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Märkte fbr / DFN-Redaktion · 24. September 2026, 06:30 Uhr · 2 Min. Lesezeit
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Gemischte Asien-Börsen und schwache US-Futures belasten den DAX-Start

Japan legt zu, Hongkong gibt deutlich nach, und die US-Futures liegen im Minus. Vor Frankfurt geht es nicht um Risiko-Appetit, sondern um Vorsicht.

Illustration: Gemischte Asien-Börsen und schwache US-Futures belasten den DAX-Start

Der Morgen beginnt mit einem Riss durch Asien. Der Nikkei 225 steigt um 1,02 Prozent auf 65.681 Punkte, während der Hang Seng um 1,53 Prozent auf 24.705 Punkte fällt. Gleichzeitig liegen die US-Futures im Minus. Das ist kein sauberer Risiko-Appetit vor Frankfurt, sondern ein Markt, der Stärke und Vorsicht gleichzeitig liefert.

Asien übergibt Europa ein widersprüchliches Signal

Japan handelt fest, Hongkong schwach. Diese Spaltung ist der erste Takt für Europa. Sie spricht gegen die einfache Lesart, dass Anleger am Morgen geschlossen auf Risiko setzen. Der Dollar-Yen-Kurs steht bei 158,02 und gibt um 0,17 Prozent nach. Der Yen stabilisiert sich also leicht, bleibt aber auf einem Niveau, das die Währungsseite für japanische Aktien weiter wichtig macht.

Auch die übrigen Märkte senden kein einheitliches Bild. Gold notiert mit 4.320 praktisch unverändert und legt um 0,03 Prozent zu. Öl WTI fällt dagegen um 0,77 Prozent auf 91,45. Bitcoin verliert 0,62 Prozent auf 83.851. Der gemeinsame Nenner ist nicht Panik, sondern Zurückhaltung. Kapital flieht nicht breit aus Risikoanlagen, aber es jagt dem japanischen Signal auch nicht blind hinterher.

US-Futures drücken auf den europäischen Start

Die Staffel geht damit von Asien an Europa, und die Übergabe kommt mit einem Bremsklotz aus den USA. Der S&P-500-Future fällt um 0,35 Prozent auf 7.745 Punkte. Der Nasdaq-Future gibt um 0,37 Prozent auf 30.652 Punkte nach. Der Dow-Future liegt 0,28 Prozent tiefer bei 51.730 Punkten. Für Frankfurt ist das die wichtigere Vorgabe als der starke Nikkei, weil die US-Technologie den globalen Risikotakt zuletzt stärker geprägt hat als Japan.

Die europäischen Indikationen passen dazu. Der DAX steht bei 25.411 Punkten und liegt 0,66 Prozent im Minus. Der EuroStoxx 50 fällt um 0,39 Prozent auf 6.300 Punkte. EUR/USD bewegt sich mit 1,1382 kaum und verliert 0,05 Prozent. Europa startet also nicht mit einem großen Währungssignal, sondern mit der Frage, ob die schwachen US-Futures die asiatische Spaltung in eine defensive Eröffnung verwandeln.

Worauf jetzt achten
  • 09:30 Uhr: Die SNB veröffentlicht ihr Monetary Policy Assessment und den Policy Rate. Erwartet werden 0,00 Prozent nach 0,00 Prozent zuvor.
  • 10:00 Uhr: Die SNB-Pressekonferenz kann wichtiger werden als der Zinssatz selbst, wenn der Ton zur Inflation oder zum Franken überrascht.
  • 14:30 Uhr: In den USA kommen die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Erwartet werden 201K nach 196K zuvor.

Für die Xetra-Eröffnung um 9:00 zählt damit weniger eine einzelne Zahl als die Reihenfolge der Reaktionen. Wenn der DAX die schwachen US-Futures stärker gewichtet als den Nikkei-Anstieg, beginnt der Handel defensiv. Hält er sich dagegen über der frühen Indikation, wäre das ein Hinweis, dass Frankfurt den Hongkong-Rutsch vorerst als regionales Problem behandelt.

fbr.
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