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Märkte jvt / DFN-Redaktion · 28. September 2026, 06:30 Uhr · 2 Min. Lesezeit
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Morgenbriefing: Europa startet fester, Nasdaq-Future bremst

Asien übergibt ein freundliches, aber kein sauberes Signal nach Europa. Gold fällt deutlich, Öl steigt, und um 15:30 Uhr spricht EZB-Präsidentin Lagarde.

Illustration: Morgenbriefing: Europa startet fester, Nasdaq-Future bremst

Der Montagmorgen liefert kein glattes Risikobild. Europa wird fester gestellt, während die US-Futures bereits bremsen. Besonders der Nasdaq-Future fällt mit minus 0,65 Prozent stärker als der S&P-500-Future und der Dow-Future, die jeweils 0,34 Prozent verlieren. Das ist kein Ausverkauf. Es ist aber ein Hinweis, dass der Handelstag nicht einfach mit asiatischem Rückenwind nach Frankfurt durchgereicht wird.

Die europäischen Indizes stehen vorbörslich freundlich da. Der DAX wird mit 25.409 Punkten und plus 0,56 Prozent geführt. Der EuroStoxx 50 liegt bei 6.303 Punkten, ein Plus von 0,48 Prozent. Der Euro bewegt sich kaum und steht bei 1,1391 Dollar, minus 0,02 Prozent. Die Ruhe im Wechselkurs passt nicht ganz zur Bewegung bei Rohstoffen.

Asien reicht ein freundliches, aber brüchiges Signal weiter

In Asien fällt die Übergabe nach Europa zunächst solide aus. Der Nikkei 225 liegt bei 66.382 Punkten und plus 0,03 Prozent. Das ist faktisch Stillstand, aber kein Gegenwind. Der Hang Seng steigt deutlicher auf 24.666 Punkte, ein Plus von 0,64 Prozent. Tokio handelt noch bis 08:00 Uhr, Hongkong bis 10:00 Uhr. Die europäische Vorbörse übernimmt also ein laufendes, nicht abgeschlossenes Bild.

Der Yen schwächt sich weiter ab. USD/JPY steht bei 157,71 und plus 0,34 Prozent. Für exportlastige japanische Aktien ist das oft eine Stütze, für globale Investoren aber auch ein Stressmesser. Wenn die Währung bewegt, obwohl Aktien kaum reagieren, liegt unter der Oberfläche mehr Spannung als der Indexstand zeigt.

Bei den Rohstoffen ist die Richtung klarer, aber nicht beruhigender. Gold fällt um 2,11 Prozent auf 4.230 Dollar. WTI steigt um 1,67 Prozent auf 93,95 Dollar. Das ist die unbequemere Kombination: weniger Flucht in Gold, zugleich höhere Energiekosten. Bitcoin steht bei 83.457 Dollar und verliert 1,18 Prozent. Die spekulative Seite des Marktes trägt den Morgen also nicht.

Worauf jetzt achten
  • Asien bis 10:00 Uhr: Hongkong handelt noch nach der Xetra-Eröffnung und kann den europäischen Start nachträglich einfärben.
  • Rohstoffe: Gold fällt deutlich, WTI steigt. Diese Schere kann Inflations- und Realzinsdebatten wieder schärfer machen.
  • 15:30 Uhr: EZB-Präsidentin Lagarde spricht im Euroraum. Der Markt hört auf Hinweise zum Zinskurs und zur Inflationsbewertung.

Was heute zählt: Lagarde spricht in einen nervösen Rohstoffmarkt

Der einzige sichere Makrotermin des Tages liegt am Nachmittag. Um 15:30 Uhr spricht EZB-Präsidentin Lagarde. Das Timing ist nicht nebensächlich. Der Markt startet mit steigendem Ölpreis, fallendem Goldpreis und einem fast unveränderten Euro. Jede Aussage zu Preisrisiken, Lohnentwicklung oder dem weiteren Zinskurs trifft damit auf einen Markt, der keine einheitliche Geschichte erzählt.

Bis dahin liegt der Fokus auf der Eröffnung in Europa. Die DAX-Indikation ist freundlich, doch die schwächeren US-Futures begrenzen die Vorlage. Zur Xetra-Eröffnung um 9:00 Uhr zeigt sich, ob Frankfurt den asiatischen Rückenwind übernimmt oder den Nasdaq-Bremsweg ernster nimmt.

jvt.
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