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Märkte jvt / DFN-Redaktion · 26. October 2026, 06:30 Uhr · 2 Min. Lesezeit
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Morgenbriefing: Öl fällt 2,14 Prozent, US-Futures halten dagegen

Asien liefert ein gemischtes Signal, die Wall-Street-Futures stehen leicht im Plus. Für den DAX zählt zum Start vor allem der Ölpreisrutsch.

Illustration: Morgenbriefing: Öl fällt 2,14 Prozent, US-Futures halten dagegen

Der Morgen beginnt mit einer Spreizung, die den europäischen Start prägt: Öl fällt deutlich, während die US-Futures leicht im Plus stehen. WTI notiert bei 101,06 Dollar und damit 2,14 Prozent tiefer. Der S&P-500-Future steigt um 0,26 Prozent auf 7.680 Punkte, der Nasdaq-Future legt 0,21 Prozent auf 29.180 Punkte zu, der Dow-Future gewinnt 0,31 Prozent auf 52.555 Punkte.

Das ist kein sauberer Risiko-Appetit. Aktienfutures signalisieren Stabilisierung, der Ölpreis sendet Druck aus dem Rohstoffkomplex. Für Europa ist diese Mischung wichtiger als ein isolierter Blick auf den DAX. Der deutsche Leitindex ging zuletzt bei 25.182 Punkten mit 0,75 Prozent Minus aus dem Handel. Der EuroStoxx 50 schloss bei 6.068 Punkten und verlor 0,31 Prozent.

Asien übergibt Europa ein gemischtes Signal

In Asien fehlt am Morgen die klare Richtung. Der Nikkei 225 liegt bei 62.571 Punkten und verliert 0,19 Prozent. Der Hang Seng steht dagegen bei 23.233 Punkten und gewinnt 0,60 Prozent. Tokio läuft noch bis 7:00 Uhr, Hongkong bis 9:00 Uhr. Damit übergibt Asien keinen Trend, sondern eine Auswahl: Japan schwächer, Hongkong fester, die US-Futures freundlich.

Der Devisenmarkt macht die Lage nicht einfacher. USD/JPY steht bei 157,01 und steigt um 0,12 Prozent. Ein stärkerer Dollar zum Yen passt eher zu einem Markt, der Zins- und Währungsdifferenzen weiter ernst nimmt. EUR/USD notiert bei 1,1223 und legt 0,17 Prozent zu. Gold steigt um 0,46 Prozent auf 4.026 Dollar. Bitcoin steht bei 80.036 Dollar praktisch unverändert.

Worauf jetzt achten
  • 9:00 Uhr: Xetra-Eröffnung. Der DAX kommt aus einem schwachen Schlussstand und trifft auf leicht positive US-Futures.
  • Ölpreis: WTI fällt um 2,14 Prozent. Das kann Energieaktien belasten und zugleich Inflationssorgen dämpfen.
  • US-Futures: S&P 500, Nasdaq und Dow liegen vor Europa im Plus. Die Frage ist, ob dieses Signal bis zum Kassastart trägt.

Was heute zählt

Der erste Punkt ist der Ölpreis. Ein Rückgang von mehr als zwei Prozent ist groß genug, um Sektorrotationen anzustoßen. Energie steht unter Druck, zyklische Branchen bekommen rechnerisch Entlastung. Ob der Markt das als Konjunktursignal oder als Inflationsentlastung liest, entscheidet über die Breite der Erholung.

Der zweite Punkt sind die US-Futures. Sie liefern vor der europäischen Eröffnung die freundlichste Zahl des Morgens. Das ist hilfreich, aber dünn. Ein Plus von 0,21 Prozent im Nasdaq-Future und 0,26 Prozent im S&P-500-Future stabilisiert die Stimmung, ersetzt aber keine eigene europäische Nachfrage.

Der dritte Punkt ist die Währungslage. USD/JPY bei 157,01 hält den Blick auf den Yen offen. Gold bei 4.026 Dollar zeigt zugleich, dass Absicherung nicht aus dem Markt verschwunden ist. Das spricht gegen einen Morgen, an dem alle Risiken plötzlich ausgepreist werden.

Um 9:00 Uhr eröffnet Xetra. Der DAX startet aus einem Minus heraus, bekommt von den US-Futures Rückenwind und vom Ölpreis ein zweischneidiges Signal. Genau diese Mischung bestimmt den ersten Handel.

jvt.
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