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Märkte jvt / DFN-Redaktion · 11. September 2026, 06:30 Uhr · 2 Min. Lesezeit
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Morgenlage: Asien fällt hart, der Nasdaq-Future gibt nur 0,16 Prozent ab

Tokio und Hongkong geben mehr als 2 Prozent ab, doch die US-Futures senden kein klares Warnsignal. Vor Xetra zählt vor allem der US-Inflationstest.

Illustration: Morgenlage: Asien fällt hart, der Nasdaq-Future gibt nur 0,16 Prozent ab

Der Morgen startet mit einem Bruch zwischen Asien und den US-Futures. Tokio und Hongkong verkaufen deutlich, doch Wall Street signalisiert vorbörslich keine geschlossene Flucht aus Risiko. Europa bekommt damit keine Panik übergeben, aber eine klare Hypothek.

Der Nikkei 225 liegt bei 63.579 Punkten und verliert 2,59 Prozent. Der Hang Seng fällt auf 24.743 Punkte und gibt 2,11 Prozent ab. Das ist die schwächste Botschaft dieses Morgens: Der Druck kommt nicht aus einem einzelnen Markt, sondern aus beiden großen asiatischen Handelsplätzen.

Asien gibt die Schwäche weiter, die US-Futures bremsen sie ab

Die Staffelübergabe nach Europa ist deshalb unangenehm, aber nicht eindeutig. Der S&P-500-Future steht bei 7.606 Punkten und steigt 0,10 Prozent. Der Dow-Future legt 0,24 Prozent auf 52.222 Punkte zu. Der Nasdaq-Future verliert dagegen 0,16 Prozent auf 29.090 Punkte. Der Tech-Komplex trägt also weniger Stabilität als der breite US-Markt.

Für Frankfurt ist diese Mischung wichtig. Der DAX wird bei 25.361 Punkten mit minus 0,84 Prozent gestellt, der EuroStoxx 50 bei 6.269 Punkten mit minus 0,67 Prozent. Europa übernimmt die asiatische Schwäche stärker als die Ruhe der US-Futures. Das passt zu einem Markt, der vor großen US-Daten lieber Risiko reduziert, statt schon eine Richtung zu kaufen.

Die Nebenmärkte liefern kein sauberes Entwarnungssignal. USD/JPY steht bei 154,35 und bewegt sich mit minus 0,01 Prozent kaum. EUR/USD liegt bei 1,1610 und gibt 0,03 Prozent ab. Gold fällt um 1,03 Prozent auf 4.362. Öl WTI bleibt mit minus 0,07 Prozent bei 102,41 fast unverändert. Bitcoin steigt dagegen um 0,62 Prozent auf 77.012. Das Bild ist also kein klassischer Sicherheitslauf. Es ist eher Positionsabbau vor einem Datentermin.

Der US-Inflationstest kommt am Nachmittag

Um 14:30 Uhr stehen die US-Verbraucherpreise an. Erwartet wird für die Gesamtinflation ein Monatsplus von 0,4 Prozent nach 0,1 Prozent zuvor. Im Jahresvergleich werden 3,4 Prozent erwartet, wie zuvor. Bei der Kernrate liegen die Erwartungen bei 0,2 Prozent im Monat und 2,4 Prozent im Jahr nach 2,5 Prozent zuvor.

Worauf jetzt achten
  • 08:00 Uhr: Großbritannien meldet das monatliche BIP. Erwartet werden 0,0 Prozent nach 0,3 Prozent zuvor.
  • 14:30 Uhr: Die US-Verbraucherpreise entscheiden, ob der Zinsdruck wieder in den Vordergrund rückt.
  • 16:00 Uhr: Lagarde spricht, dazu kommen das Verbrauchervertrauen der Universität Michigan und Inflationserwartungen.

Der Termin um 14:30 Uhr dominiert den Handelstag, weil er direkt auf Zinserwartungen wirkt. Ein heißer Monatswert bei der Gesamtinflation würde den freundlicheren Teil der US-Futures schnell relativieren. Eine ruhige Kernrate könnte dagegen verhindern, dass der schwache Asien-Handel zur Tageserzählung für alle Märkte wird.

Bis zur Xetra-Eröffnung um 9:00 Uhr bleibt die Lage damit zweigeteilt. Frankfurt startet mit der Last aus Asien, aber ohne Bestätigung durch einen breiten Ausverkauf in den US-Futures. Der erste Test ist simpel: Hält der DAX die vorbörsliche Abschwächung kontrolliert, oder macht Europa aus Asiens Minus den nächsten Verkaufsimpuls?

jvt.
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