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Märkte jvt / DFN-Redaktion · 22. September 2026, 06:30 Uhr · 2 Min. Lesezeit
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Morgenlage: Asien steigt, doch US-Futures bremsen den DAX

Nikkei und Hang Seng legen klar zu, während die Wall-Street-Futures kaum ziehen. Europa übernimmt einen freundlichen, aber engen Staffelstab.

Illustration: Morgenlage: Asien steigt, doch US-Futures bremsen den DAX

Asien prägt den Morgen, aber die Wall Street liefert keine klare Zugabe. Der Nikkei 225 steht bei 65.019 Punkten und gewinnt 1,38 Prozent. Der Hang Seng legt mit 25.132 Punkten um 1,54 Prozent zu. Das ist ein sauberer Risikoimpuls aus der Region, die in den vergangenen Monaten oft mehr Taktgeber als Nebenschauplatz war.

Die US-Futures nehmen diesen Impuls nur teilweise auf. Der S&P-500-Future steht bei 7.833 Punkten und verändert sich nicht. Der Nasdaq-Future steigt um 0,17 Prozent auf 30.837 Punkte. Der Dow-Future fällt um 0,12 Prozent auf 52.412 Punkte. Für Europa heißt das: Rückenwind aus Asien ja, breite Bestätigung aus New York nein.

Asien übergibt freundlich, Amerika bleibt vorsichtig

Tokio handelt fest, und der Yen bleibt schwach. USD/JPY steht bei 157,46 und liegt 0,09 Prozent im Plus. Das stützt japanische Exportwerte oft, weil Auslandserlöse in Yen gerechnet mehr wert sind. Es ersetzt aber keine globale Nachfrage. Der Anstieg in Hongkong passt zum gleichen Bild: mehr Risikobereitschaft, aber kein Freibrief.

Frankfurt übernimmt diesen Staffelstab nach einem starken europäischen Schluss. Der DAX ging mit 25.575 Punkten und plus 1,07 Prozent aus dem Xetra-Handel. Der EuroStoxx 50 stand bei 6.318 Punkten und gewann 1,31 Prozent. Nach so einem Vortag zählt am Morgen weniger die Richtung allein. Es zählt, ob Anschlusskäufer auftauchen oder ob der Anstieg erst einmal verdaut wird.

Worauf jetzt achten
  • 09:00 Uhr: Xetra-Eröffnung, ob der DAX den starken Schluss bei 25.575 Punkten hält.
  • 13:00 Uhr: EZB-Präsidentin Lagarde spricht, der Markt hört auf Ton und Gewichtung bei Inflation und Leitzinsen.
  • Laufend: Öl WTI und USD/JPY, weil beide heute Morgen klarer laufen als die US-Futures.

Heute zählt weniger der Kalender als der Ton der Märkte

Der einzige feste Wirtschaftstermin des Tages liegt um 13:00 Uhr deutscher Zeit. Dann spricht EZB-Präsidentin Christine Lagarde. Eine Rede ist kein Zinsentscheid. Trotzdem können einzelne Formulierungen reichen, um Erwartungen an den geldpolitischen Pfad zu verschieben. Nach einem festen europäischen Aktienmarkt ist die Hürde für Enttäuschung niedriger als an schwachen Tagen.

Daneben liefern Rohstoffe und Krypto ein gemischtes Signal. Öl WTI steigt um 1,07 Prozent auf 93,36 Dollar. Gold fällt um 0,22 Prozent auf 4.374 Dollar. Bitcoin steht bei 85.537 Dollar und verliert 1,22 Prozent. Das Muster passt nicht zu einer einfachen Risk-on-Erzählung. Energie verteuert sich, Gold gibt leicht nach, Bitcoin schwächelt. Der Markt kauft also nicht blind alles, was nach Risiko aussieht.

Um 9:00 Uhr öffnet Xetra mit einer ungewöhnlich klaren, aber nicht makellosen Vorlage. Asien liefert Schwung. Die US-Futures bremsen den Überschwang. Der DAX startet aus einer hohen Basis, und genau deshalb wird der erste Handel zeigen, ob der gestrige Anstieg Substanz hatte oder nur der bequeme Teil der Bewegung war.

jvt.
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