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KurseWednesday, 14. October 2026
Märkte jvt / DFN-Redaktion · 14. October 2026, 06:30 Uhr · 2 Min. Lesezeit
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Morgenlage: Asien steigt, Europa zögert vor US-Inflation

Nikkei und Hang Seng legen zu, US-Futures sind im Plus. Trotzdem liegen DAX und EuroStoxx vorbörslich hinten. Um 14:30 Uhr kommen die US-Preise.

Illustration: Morgenlage: Asien steigt, Europa zögert vor US-Inflation

Der Morgen hat keinen einheitlichen Risikoton. Asien kauft Aktien, die US-Futures liegen im Plus, Europa kommt vorbörslich aber nicht mit. Diese Lücke prägt den Start in Frankfurt stärker als jede große Erzählung über globale Zuversicht.

Der Nikkei 225 steigt auf 68.310 Punkte und liegt 0,79 Prozent im Plus. Der Hang Seng gewinnt 0,47 Prozent auf 24.385 Punkte. Auch die amerikanischen Futures, also Terminkontrakte auf die großen Indizes, senden vor Europa ein freundliches Signal. Der S&P-500-Future steigt 0,22 Prozent auf 7.873 Punkte. Der Nasdaq-Future legt 0,27 Prozent auf 30.874 Punkte zu. Der Dow-Future steht 0,17 Prozent höher bei 52.021 Punkten.

Asien gibt Rückenwind, Europa nimmt ihn nicht sauber auf

Die Staffelübergabe von Asien nach Europa fällt damit sauberer aus, als die europäischen Vorzeichen vermuten lassen. Der DAX steht vorbörslich bei 25.260 Punkten und liegt 0,07 Prozent im Minus. Der EuroStoxx 50 fällt deutlicher um 0,55 Prozent auf 6.167 Punkte. Der Kontrast ist klein genug, um keine Panik zu rechtfertigen. Er ist aber groß genug, um die erste Handelsstunde nicht als bloße Fortschreibung der asiatischen Gewinne zu lesen.

Am Devisenmarkt bleibt der große Ausschlag vorerst aus. EUR/USD steigt leicht auf 1,1213 Dollar. USD/JPY gibt 0,07 Prozent auf 158,21 nach. Gold steht mit 4.179 Dollar kaum verändert im Plus. WTI-Öl steigt 0,54 Prozent auf 94,65 Dollar. Bitcoin notiert bei 83.721 Dollar und gewinnt 0,76 Prozent. Das passt zu einem Morgen, an dem Risiko nicht gemieden wird, aber Europa vor den US-Daten eine eigene Bremse einlegt.

Worauf jetzt achten
  • 10:30 Uhr: Christine Lagarde spricht erneut. Der Markt hört auf Hinweise zur EZB-Linie nach den jüngsten Preisdaten.
  • 12:15 Uhr: Der EU Economic Summit läuft an. Für Aktien zählt vor allem, ob Wachstums- und Fiskalthemen greifbar werden.
  • 14:30 Uhr: Die USA veröffentlichen Verbraucherpreise und Kernrate. Erwartet werden 0,6 Prozent Monatsinflation und 3,6 Prozent im Jahresvergleich.

Der Nachmittag entscheidet, ob der Morgen nur Vorspiel war

Der Kalender macht den Handelstag zweigeteilt. Am Vormittag kann Europa die asiatischen Vorgaben sortieren. Der Nachmittag gehört den US-Verbraucherpreisen. Die erwartete Kernrate liegt bei 0,2 Prozent zum Vormonat nach 0,3 Prozent zuvor. Im Jahresvergleich werden 2,5 Prozent erwartet, nach 2,4 Prozent zuvor. Genau diese Kombination ist unbequem: Eine niedrigere Monatsrate würde entspannen, ein höherer Jahreswert aber nicht sauber in die gleiche Richtung sprechen.

Für Frankfurt heißt das: Die ersten Kurse sind nur der Auftakt, nicht das Urteil über den Tag. Um 9:00 Uhr öffnet Xetra mit einem DAX, der knapp unter dem letzten genannten Stand liegt, während Asien im Plus ausläuft und die US-Futures freundlich bleiben. Wenn die Eröffnung schwach bleibt, liegt die Messlatte klar sichtbar auf dem Tisch. Europa muss zeigen, ob es den asiatischen Rückenwind nutzt oder bis zu den US-Inflationsdaten weiter auf Abstand bleibt.

jvt.
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