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KurseTuesday, 29. September 2026
Märkte lbn / DFN-Redaktion · 29. September 2026, 06:30 Uhr · 2 Min. Lesezeit
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Morgenlage: Nikkei fällt 1,35 Prozent, Öl wird zum Störsignal

Asien übergibt schwach an Europa, die US-Futures geben nach. Für den DAX zählt heute, ob Öl und US-Daten die Ruhe vor Xetra um 9:00 brechen.

Illustration: Morgenlage: Nikkei fällt 1,35 Prozent, Öl wird zum Störsignal

Der Morgen kommt nicht mit einem Schock, sondern mit einer schiefen Gewichtsverteilung. Aktien-Futures geben nach, Asien handelt überwiegend leichter, und WTI-Öl steigt um 1,73 Prozent auf 94,20 Dollar. Für Europa ist das eine unangenehme Mischung: nicht genug Druck für Panik, aber genug Gegenwind, um jede frühe Erholung erklärungsbedürftig zu machen.

Der DAX wird vor der Xetra-Eröffnung bei 25.374 Punkten mit minus 0,13 Prozent gestellt. Der EuroStoxx 50 liegt mit 6.301 Punkten fast unverändert bei minus 0,02 Prozent. Das klingt ruhig. Die Ruhe hängt aber an zwei Stellen, die heute schnell wackeln können: Energiepreise und US-Konjunkturdaten.

Asien übergibt schwach, Europa startet ohne Polster

Tokio liefert den klaren Belastungspunkt. Der Nikkei 225 handelt bei 64.989 Punkten und verliert 1,35 Prozent. Hongkong fällt mit minus 0,10 Prozent auf 24.487 Punkte deutlich weniger. Asien übergibt Europa damit kein einheitliches Verkaufssignal, aber auch keine Vorlage für einen kräftigen Start.

Die US-Futures passen zu diesem Bild. Der S&P-500-Future steht bei 7.729 Punkten und verliert 0,24 Prozent. Der Nasdaq-Future gibt 0,40 Prozent auf 30.444 Punkte ab. Der Dow-Future liegt bei 51.732 Punkten mit minus 0,20 Prozent. Die Tech-Seite bleibt damit der empfindlichere Teil des Marktes, während die breitere US-Indikation nur leicht nachgibt.

Am Devisenmarkt bewegt sich wenig. EUR/USD liegt bei 1,1366 und verliert 0,06 Prozent. USD/JPY steht bei 157,44 und gewinnt 0,05 Prozent. Gold gibt 0,14 Prozent auf 4.163 Dollar ab, Bitcoin verliert 0,36 Prozent auf 83.185 Dollar. Das ist kein Fluchtmorgen. Es ist eher ein Markt, der vor den Daten nicht zu viel Richtung kaufen will.

Heute zählen Öl, Lagarde und zwei US-Datenpunkte

Der Ölpreis ist der frühe Störer. Ein Plus von 1,73 Prozent bei WTI fällt stärker auf als die kleinen Bewegungen bei Aktien und Devisen. Steigende Energiepreise treffen in Europa immer eine offene Stelle, weil sie Inflationssorgen schnell wieder in die Debatte drücken.

Um 13:00 Uhr spricht EZB-Präsidentin Christine Lagarde. Der Markt wird nicht nur auf Formulierungen zur Inflation achten, sondern auch auf jedes Signal, wie die EZB den jüngsten Preisdruck einordnet. Am Nachmittag folgen zwei US-Datenpunkte zur Stimmung und zum Arbeitsmarkt. Das Verbrauchervertrauen des Conference Board wird um 16:00 Uhr erwartet, ebenso die offenen Stellen aus der JOLTS-Erhebung.

Worauf jetzt achten
  • 13:00 Uhr: Lagarde spricht. Jede Nuance zu Inflation und Zinsen kann den Euro und europäische Anleihen bewegen.
  • 16:00 Uhr: US-Verbrauchervertrauen. Erwartet werden 89,2 Punkte nach 89,4 zuvor.
  • 16:00 Uhr: JOLTS-Stellenangebote. Erwartet werden 7,23 Millionen nach 7,27 Millionen zuvor.

Für den Xetra-Start um 9:00 Uhr übernimmt Frankfurt also einen vorsichtigen Staffelstab aus Asien: leichter Druck bei Aktien, ein spürbar festerer Ölpreis und ein Terminkalender, der erst am Nachmittag die härteren Impulse liefert.

lbn.
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