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Märkte jvt / DFN-Redaktion · 5. October 2026, 06:30 Uhr · 2 Min. Lesezeit
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Morgenlage: Nikkei steigt 2,37 Prozent, DAX vor festem Start

Asien liefert ein ungleiches Signal: Tokio stark, Hongkong kaum verändert. Europas Indikationen stehen höher, am Nachmittag zählt der US-Dienstleistungsindex.

Illustration: Morgenlage: Nikkei steigt 2,37 Prozent, DAX vor festem Start

Der Morgen beginnt mit einer Schieflage: Japan zieht kräftig an, die US-Futures treten fast auf der Stelle, Europa zeigt vor Xetra Stärke. Der Nikkei 225 steigt um 2,37 Prozent auf 69.931 Punkte. Der Hang Seng liegt dagegen mit minus 0,08 Prozent bei 23.952 Punkten praktisch unverändert. Das ist kein sauberer globaler Risikoimpuls, sondern ein regionaler Schub, den Europa nun prüfen muss.

Asien übergibt Stärke, New York bestätigt sie kaum

Die Staffel läuft damit klar von Tokio nach Frankfurt. Der stärkste Impuls kommt aus Japan. Der Dollar steigt zugleich auf 158,12 Yen, ein Plus von 0,18 Prozent. Ein fester Dollar gegen den Yen passt zu einem Markt, der Japan anders handelt als den Rest Asiens. Hongkong liefert diese Bestätigung nicht.

Die US-Futures bremsen den Enthusiasmus. Der S&P-500-Future steht bei 7.770 Punkten und verliert 0,09 Prozent. Der Nasdaq-Future liegt mit 31.064 Punkten hauchdünn im Plus, der Dow-Future fällt um 0,13 Prozent auf 51.410 Punkte. Das Signal aus New York lautet also: keine Panik, aber auch keine breite Vorfreude.

Europa startet aus einer besseren Position. Der DAX wird bei 25.231 Punkten geführt, ein Plus von 1,17 Prozent. Der EuroStoxx 50 liegt bei 6.239 Punkten und damit 1,02 Prozent höher. Diese Stärke hat am Morgen mehr mit der asiatischen Vorlage und dem schwächeren Euro zu tun als mit Rückenwind aus den USA. EUR/USD fällt um 0,79 Prozent auf 1,1168.

Was heute zählt: Dollar, Öl und der US-Dienstleistungssektor

Der Devisenmarkt setzt einen klaren Akzent. Ein schwächerer Euro hilft exportlastigen Aktien rechnerisch, kann aber auch auf einen festeren Dollar und straffere Finanzbedingungen deuten. Gold bewegt sich kaum und liegt mit 4.160 Dollar um 0,05 Prozent tiefer. Bitcoin gibt um 0,90 Prozent auf 85.734 Dollar nach. Der Markt nimmt Risiko also nicht überall gleich auf.

Worauf jetzt achten
  • 09:00 Uhr: Xetra-Eröffnung in Frankfurt. Dann zeigt sich, ob die starke DAX-Indikation echte Umsätze findet.
  • 16:00 Uhr: USA melden den ISM-Dienstleistungs-Index. Erwartet werden 55,1 Punkte nach 55,4 zuvor.
  • Ölpreis: WTI fällt um 1,39 Prozent auf 89,84 Dollar. Das entlastet Inflationssorgen, kann aber auch schwächere Nachfrage spiegeln.

Der ISM-Dienstleistungs-Index ist heute der einzige harte Makrotermin mit klarem Taktgeber-Potenzial. Die Erwartung liegt nur leicht unter dem Vormonat. Eine größere Abweichung würde deshalb stärker zählen als die Richtung auf dem Papier. Für Aktien ist besonders wichtig, ob Dienstleister weiter robust wirken, ohne neue Zinssorgen zu füttern.

Um 9:00 Uhr öffnet Xetra mit einer Vorlage, die nach Stärke aussieht, aber nicht breit abgesichert ist. Frankfurt übernimmt einen kräftigen Nikkei, flache US-Futures, einen schwächeren Euro und fallendes Öl. Der erste Test des Tages ist schlicht: Hält der DAX seine Vorbörse, wenn aus Indikationen echte Xetra-Kurse werden?

jvt.
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