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Märkte jvt / DFN-Redaktion · 28. September 2026, 15:00 Uhr · 2 Min. Lesezeit
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US-Start: Nasdaq-Future verliert 0,52 Prozent trotz Apple-Stärke

Die US-Futures geben vor der Eröffnung nach, obwohl Apple fester notiert. Europa liefert nur Rückenwind im Schongang, Lagarde fällt genau in den Start.

Illustration: US-Start: Nasdaq-Future verliert 0,52 Prozent trotz Apple-Stärke

Die Wall Street geht mit gebremstem Schwung in die Eröffnung. Um 15:00 Uhr steht der S&P-500-Future bei 7.777 Punkten und verliert 0,35 Prozent. Der Nasdaq-Future gibt 0,52 Prozent auf 30.728 Punkte ab. Der Dow-Future liegt mit 51.894 Punkten ebenfalls 0,52 Prozent tiefer. Das ist kein Ausverkauf. Es ist aber eine klare Korrektur der freundlichen US-Vorgabe.

Die letzten US-Stände waren noch positiv. Der S&P 500 lag bei 7.743 Punkten und gewann 0,51 Prozent. Der Nasdaq stand bei 27.069 Punkten, plus 0,48 Prozent. Der Dow Jones kam auf 51.829 Punkte und legte 0,93 Prozent zu. Die Futures nehmen davon vor dem Start einen Teil zurück. Der Übergang von Europa nach New York wirkt damit vorsichtiger, als es die reinen Schlussstände vermuten lassen.

Europa liefert Rückenwind, aber keinen starken Impuls

Europa gibt bis hierhin keine Belastung vor. Der DAX steigt um 0,27 Prozent auf 25.476 Punkte. Das reicht als Stabilisierung, aber nicht als Signal für Risikoappetit. EUR/USD fällt um 0,17 Prozent auf 1,1374. Der schwächere Euro passt zu einem Markt, der vor dem US-Start eher auf Absicherung als auf Offensive stellt.

In diese Lage fällt um 15:30 Uhr ein Termin, der leicht unterschätzt wird: EZB-Präsidentin Christine Lagarde spricht genau zur US-Eröffnung. Der Termin kommt aus dem Euroraum, kann aber über Euro, Renditen und Risikoappetit in die erste Wall-Street-Stunde hineinwirken. Gerade an Tagen mit moderat schwächeren Futures reicht ein Währungsschub oft, um die Tonlage am Start zu verändern.

Worauf jetzt achten
  • 15:30 Uhr: Christine Lagarde spricht. Der Euro steht bereits tiefer, jede Aussage zu Inflation oder Zinsen kann die Risikostimmung berühren.
  • US-Eröffnung: Der Abstand zwischen positiven letzten US-Ständen und schwächeren Futures entscheidet über den ersten Impuls.
  • Megacaps: Apple, Nvidia und Tesla geben heute unterschiedliche Signale. Genau dort dürfte sich der Nasdaq-Ton setzen.

Apple steht gegen die Schwäche bei Tesla

Bei den großen Einzelwerten ist das Bild nicht einheitlich. Apple steigt um 1,53 Prozent auf 341,07 Dollar. Nvidia liegt mit 225,07 Dollar 0,22 Prozent im Plus. Tesla fällt dagegen um 1,54 Prozent auf 372,11 Dollar. Für den Nasdaq ist diese Mischung heikel. Stärke bei Apple stützt den Index optisch. Schwäche bei Tesla zieht Aufmerksamkeit ab, weil sie zyklischer gelesen wird.

Die erste Handelsstunde dürfte deshalb auf drei Dinge schauen: ob der Nasdaq-Future seine Abschläge nach dem Opening abbaut, ob Apple genug Gewicht gegen Tesla liefert und ob Lagardes Auftritt den Euro weiter bewegt. Bleibt der DAX stabil und schließen die US-Futures ihre Lücke nicht, übernimmt New York den Handelstag mit Vorsicht statt mit Anschlusskäufen.

jvt.
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