US-Start: Nasdaq-Future zieht an, aber Apple bremst

Eine halbe Stunde vor der Wall-Street-Eröffnung kommen die US-Futures mit Rückenwind herein. Der S&P-500-Future steht bei 7.778 Punkten und liegt 0,29 Prozent im Plus. Der Nasdaq-Future steigt stärker auf 29.851 Punkte, ein Plus von 0,59 Prozent. Der Dow-Future notiert bei 52.915 Punkten und gewinnt 0,37 Prozent. Der Start sieht damit freundlich aus, aber nicht makellos.
Europa liefert Rückenwind, aber die Führung ist nicht sauber
Europa übergibt den Handelstag mit einem klaren Plus. Der DAX steht bei 25.547 Punkten und gewinnt 0,96 Prozent. Das ist für New York eine brauchbare Vorlage, weil die Risikobereitschaft nicht erst an der US-Tür gesucht werden muss. Sie ist im europäischen Handel bereits sichtbar.
Der Blick auf den gestrigen US-Schluss macht die Lage interessanter. Der Dow Jones ging mit 52.496 Punkten und einem Plus von 1,02 Prozent aus dem Handel. Der S&P 500 legte auf 7.713 Punkte zu, ein Plus von 0,28 Prozent. Die Nasdaq blieb mit 26.425 Punkten nahezu stehen und verlor 0,02 Prozent. Heute zieht ausgerechnet der Nasdaq-Future am stärksten an. Genau dort liegt der Test für die Eröffnung.
Apple und Nvidia machen den Tech-Start zum Prüfstein
Die großen Einzelwerte liefern vor dem Opening kein einheitliches Signal. Nvidia steht bei 216,47 Dollar und verliert 0,29 Prozent. Apple notiert bei 339,50 Dollar und liegt 1,00 Prozent im Minus. Tesla dagegen steigt auf 373,71 Dollar und gewinnt 1,54 Prozent. Der Nasdaq-Future läuft also nach oben, während zwei der wichtigsten Tech-Schwergewichte noch bremsen. Das kann sich nach der Glocke auflösen. Es kann aber auch zeigen, dass der Future mehr von Breite und Erwartung lebt als von den ganz großen Namen.
Makroseitig bleibt der Tag nicht leer. Am Morgen standen in Großbritannien die Verbraucherpreise auf dem Kalender. Erwartet wurden 3,4 Prozent nach 3,1 Prozent zuvor. Für die US-Eröffnung ist das kein direkter Kurstreiber wie ein amerikanischer Inflationsbericht. Es hält aber das Zinsthema wach. Der Euro steht bei 1,1235 Dollar und gibt 0,04 Prozent nach.
Die erste Handelsstunde dürfte deshalb auf zwei Fragen schauen: Hält der Nasdaq-Future sein Plus, wenn Apple und Nvidia in den regulären Handel laufen? Und bleibt der Dow-Rückenwind breit genug, um den Start nicht allein von Tech abhängig zu machen? Wenn beides zusammenkommt, wirkt die Europa-Übergabe belastbar. Wenn nicht, war der freundliche Future nur die halbe Geschichte.







