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Märkte lbn / DFN-Redaktion · 16. September 2026, 22:30 Uhr · 2 Min. Lesezeit
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Wall-Street-Schluss: Dow fällt 1,21 Prozent, Nasdaq hält sich

New York schloss schwächer, aber nicht einheitlich: Microsoft und Amazon drückten, Nvidia hielt dagegen. Asien bekommt eine brüchige Vorgabe.

Illustration: Wall-Street-Schluss: Dow fällt 1,21 Prozent, Nasdaq hält sich

New York beendete den Handelstag mit einem schiefen Bild. Der S&P 500 ging bei 7.552 Punkten aus dem Handel und verlor 0,45 Prozent. Die Nasdaq schloss mit 25.978 Punkten fast unverändert und gab nur 0,01 Prozent ab. Der Dow Jones fiel dagegen auf 51.462 Punkte und verlor 1,21 Prozent. Die Schlagzeile lautet also Schwäche. Die Mechanik dahinter wirkt weniger eindeutig.

Der Abstand zwischen Dow und Nasdaq war die wichtigste Bewegung des Abends. Ein breiter Risikoabbau sieht anders aus. Dafür hätten die großen Technologie- und Wachstumswerte geschlossen nach unten laufen müssen. Genau das passierte nicht. Nvidia stieg um 0,82 Prozent. Apple legte 0,32 Prozent zu. Tesla gewann 0,42 Prozent. Broadcom schloss 0,07 Prozent höher. Auf der anderen Seite standen Microsoft mit minus 1,37 Prozent und Amazon mit minus 0,99 Prozent.

Die Zahl dahinter
0,01 Prozent

So wenig verlor die Nasdaq zum Schluss. Diese Nullnähe verdeckt, dass die großen Einzelwerte am Abend deutlich auseinanderliefen.

Die Schwäche konzentrierte sich auf die falschen Stellen für eine Panik

Der Nasdaq-Schluss wirkt unspektakulär, ist aber der nützlichste Hinweis des Abends. Anleger trennten innerhalb der großen Namen stärker, als es der Indexstand zeigt. Microsoft und Amazon belasteten. Nvidia, Apple, Tesla und Broadcom hielten dagegen. Das ist kein sauberer Fluchtreflex aus Wachstumstiteln. Es ist eher ein Handel, der einzelne Schwergewichte abklopft und nicht die ganze Tech-Wette abräumt.

Für den Dow ist diese Differenz unangenehm. Der Index verlor mehr als ein Prozent, während die Nasdaq fast stehen blieb. Damit endete der US-Handelstag mit einer Rotation, die unter der Oberfläche mehr Schaden anrichtete als im großen Tech-Barometer. Wer nur auf die Nasdaq schaut, sieht Ruhe. Wer den Dow danebenlegt, sieht Druck.

Gold gab nach, Bitcoin lief gegen den Aktienimpuls

Auch außerhalb der Aktien blieb das Bild uneinheitlich. Gold wurde bei 4.306 Dollar abgerufen und lag 0,62 Prozent tiefer. Bitcoin notiert bei 76.148 Dollar und gewinnt 0,74 Prozent. Die beiden Bewegungen passen nicht in die einfache Schublade „Risiko raus“. Gold verlor, obwohl der Dow deutlich fiel. Bitcoin stieg, obwohl die Wall Street schwächer schloss.

Das macht den Abend für Asien schwerer lesbar. Tokio bekommt keine klare US-Vorgabe, sondern einen Indexkonflikt: Dow schwach, Nasdaq stabil, Bitcoin fester, Gold leichter. Für den europäischen Morgen zählt damit weniger der S&P-Verlust von 0,45 Prozent allein. Wichtiger ist, ob Asien den Dow-Rutsch als Warnsignal nimmt oder die stabile Nasdaq als Entlastung. Bis Tokio um 02:00 Uhr deutscher Zeit öffnet, tragen Futures und Krypto die erste Antwort weiter.

lbn.
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