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Märkte jvt / DFN-Redaktion · 21. October 2026, 18:00 Uhr · 2 Min. Lesezeit
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Xetra-Schluss: DAX steigt 1,35 Prozent, Rheinmetall fällt

Der DAX ging bei 25.645 Punkten aus dem Handel. SAP und Siemens zogen, Rheinmetall fiel. Jetzt prüft die Wall Street, ob Europa nur nachgelaufen ist.

Illustration: Xetra-Schluss: DAX steigt 1,35 Prozent, Rheinmetall fällt

Der deutsche Aktienmarkt ging am Mittwoch mit einem klaren Plus aus dem Handel. Der DAX schloss bei 25.645 Punkten und legte 1,35 Prozent zu. Der EuroStoxx 50 gewann 1,40 Prozent auf 6.208 Punkte. Das war kein hektischer Schlussspurt, sondern ein Tag, an dem große Indexgewichte die Richtung vorgaben.

Die auffälligste Stütze kam aus der ersten Reihe. SAP stieg um 3,52 Prozent auf 208,65 Euro. Siemens gewann 2,50 Prozent auf 266,75 Euro. Allianz legte um 1,20 Prozent auf 436,80 Euro zu. Drei schwere Namen reichten, um dem DAX ein solides Fundament zu geben. Der Index wirkte dadurch stärker, als es die Breite einzelner Kursbilder vermuten lässt.

Zahl des Tages
25.645

Bei diesem Stand ging der DAX aus dem Xetra-Handel. Der Schlussstand markiert vor allem die Stärke der großen Indexgewichte.

Die Gewinner saßen im Indexkern, die Verlierer erzählten die zweite Geschichte

Rheinmetall passte nicht in das freundliche Bild. Die Aktie fiel um 3,23 Prozent auf 1.020 Euro und war damit der klare Gegenpol zu SAP und Siemens. Auch Volkswagen verlor 0,80 Prozent auf 69,10 Euro. Deutsche Telekom gab 0,86 Prozent auf 25,50 Euro nach.

Der Handelstag war deshalb sauberer zu lesen, wenn man ihn nicht als pauschale Risikofreude verbucht. Der DAX stieg, weil die Schwergewichte zogen. Er stieg aber nicht, weil jede konjunktursensible oder defensive Ecke mitlief. Diese Unterscheidung zählt, denn sie trennt einen breiten Marktaufschwung von einem Indexanstieg, der stark von wenigen großen Namen getragen wird.

Der Euro lieferte einen kleinen Rückenwind für die Exporterzählung. EUR/USD lag bei 1,1223 und damit 0,15 Prozent tiefer. Ein schwächerer Euro kann die Stimmung für europäische Auslandsumsätze stützen. Volkswagen zeigt aber, warum diese Erklärung allein zu bequem wäre. Währung half der Geschichte, sie schrieb sie nicht.

Die Wall Street nimmt Europas Vorlage auf

Während Frankfurt geschlossen hat, handelt New York weiter. Der S&P 500 liegt bei 7.753 Punkten und steigt um 0,52 Prozent. Der Nasdaq steht bei 26.715 Punkten und gewinnt 1,10 Prozent. Die US-Seite bestätigt damit zunächst den freundlichen Ton aus Europa, aber mit einer klaren Schlagseite in Richtung Technologie.

Für den Abend liegt die Frage auf der Hand: Bleibt die Nasdaq-Stärke tragfähig genug, um den europäischen Schluss zu unterfüttern, oder war der DAX vor allem ein Schwergewichts-Trade in eigener Sache? Bis 22 Uhr deutscher Zeit setzt die Wall Street den Takt. Danach wandert der Blick weiter nach Tokio, das am Donnerstag um 02:00 Uhr deutscher Zeit als nächste große Börse öffnet.

jvt.
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