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Märkte lbn / DFN-Redaktion · 20. October 2026, 18:00 Uhr · 2 Min. Lesezeit
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25.304 Punkte: DAX hält sich, Siemens-Aktie bremst Europas Börsen

Frankfurt schloss fast unverändert, doch der Abstand im DAX war klar: Allianz, SAP und Telekom stützten, Siemens und Industrieaktien bremsten Europa.

Illustration: 25.304 Punkte: DAX hält sich, Siemens-Aktie bremst Europas Börsen

Der deutsche Handelstag endete leiser, als er unter der Oberfläche war. Der DAX ging bei 25.304 Punkten mit einem Minus von 0,06 Prozent aus dem Xetra-Handel. Der EuroStoxx 50 verlor deutlicher und schloss 0,38 Prozent tiefer bei 6.122 Punkten. Europa bekam damit keinen klaren Schub aus der laufenden Wall Street, obwohl die US-Indizes am Abend im Plus lagen.

Der Schlussstand des DAX wirkt auf den ersten Blick stabil. Die Einzelwerte erzählen eine andere Geschichte. Siemens verlor 2,24 Prozent auf 260,25 Euro und zog den Index nach unten. SAP stieg dagegen um 0,86 Prozent auf 201,55 Euro. Allianz legte 1,34 Prozent auf 431,60 Euro zu. Deutsche Telekom gewann 0,59 Prozent auf 25,72 Euro. Volkswagen schloss 0,26 Prozent höher bei 69,66 Euro. Rheinmetall gab 0,55 Prozent auf 1.054 Euro ab.

Die Zahl dahinter
-2,24 Prozent

Siemens war am Xetra-Schluss der auffälligste DAX-Verlierer unter den genannten Einzelwerten. Das machte aus einem fast neutralen Indexstand einen schwächeren europäischen Handelstag.

Der DAX hielt sich nur, weil die Schwergewichte gegeneinander liefen

Frankfurt bekam seine Stabilität nicht aus breiter Stärke. Sie kam aus Ausgleich. SAP, Allianz und Deutsche Telekom fingen einen Teil des Drucks aus der Industrie auf. Siemens stand auf der anderen Seite der Rechnung. Genau diese Mischung erklärt, warum der DAX kaum fiel, während der EuroStoxx 50 klarer nachgab.

Das ist kein Detail für Indexmechaniker. Es sagt etwas über den Tag. Anleger kauften nicht einfach „Deutschland“. Sie sortierten innerhalb des Marktes. Defensive Qualität und Finanzwerte hielten besser. Zyklische Industriewerte taten sich schwerer. Volkswagen schaffte zwar ein kleines Plus, aber das reichte nicht, um aus dem Tag eine zyklische Erholung zu machen.

Der Euro half nicht, die Wall Street half bisher nur begrenzt

Der Euro stieg zum Dollar um 0,16 Prozent auf 1,1235. Das war keine große Bewegung, aber auch kein Rückenwind für europäische Exportfantasien. In einem ohnehin verhaltenen Handel kann schon ein festerer Euro die Laune bei international ausgerichteten Werten dämpfen.

Die Wall Street handelt zur Stunde fester. Der S&P 500 liegt bei 7.726 Punkten und damit 0,46 Prozent im Plus. Der Nasdaq steht bei 26.507 Punkten, ein Anstieg von 0,29 Prozent. Die US-Vorlage ist damit besser als der europäische Schluss. Sie ist aber noch kein Befreiungssignal für Frankfurt, weil Europas Handel bereits durch ist und die Schwäche im EuroStoxx 50 im Buch steht.

Der Abend gehört nun New York. Die Frage ist, ob die US-Gewinne bis zum Handelsschluss tragen oder ob Europa nur eine kurze Erholungsvorlage sieht, die bis morgen früh wieder verwässert. Tokio eröffnet als nächste große Session um 02:00 Uhr deutscher Zeit. Dann zeigt sich, ob Asien die festere Wall Street aufnimmt oder eher den vorsichtigen europäischen Schluss liest.

lbn.
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