Deutsche-Finanznachrichten.de
KurseTuesday, 20. October 2026
Märkte fbr / DFN-Redaktion · 20. October 2026, 06:31 Uhr · 2 Min. Lesezeit
Teilen

Asiens Börsen fallen und belasten den DAX vor dem Start

Verluste in Tokio und Hongkong treffen auf gemischte US-Futures. Für Frankfurt zählt nun, ob Tech-Schwäche den Verkaufsdruck vom Vortag verlängert.

Illustration: Asiens Börsen fallen und belasten den DAX vor dem Start

Der Morgen bringt keine Panik, aber eine klare Schieflage. Asien gibt schwach an Europa ab, während die US-Futures nur ein gemischtes Gegengewicht liefern. Für den DAX zählt damit zum Start weniger ein frischer Impuls als die Frage, wie viel vom gestrigen Verkaufsdruck hängen bleibt.

Der Nikkei 225 steht bei 64.258 Punkten und verliert 1,02 Prozent. Der Hang Seng notiert bei 23.957 Punkten und liegt 0,95 Prozent im Minus. Das ist kein isolierter Ausrutscher in Tokio oder Hongkong, sondern eine breite Vorgabe aus der asiatischen Sitzung.

Asien übergibt schwach, die US-Futures bremsen nur halb

Die Staffelübergabe von Asien nach Europa fällt damit schwer aus. Frankfurt startet nicht in ein Umfeld, in dem Käufer schon vor der Eröffnung sichtbar nachlegen. Der S&P-500-Future liegt bei 7.744 Punkten leicht 0,12 Prozent im Plus, der Dow-Future steigt um 0,25 Prozent auf 52.315 Punkte. Der Nasdaq-Future fällt dagegen um 0,09 Prozent auf 29.696 Punkte.

Diese Mischung ist wichtiger als der kleine Ausschlag. Breite US-Standardwerte stabilisieren die Stimmung, Tech zieht nicht mit. Genau dort hing zuletzt viel Bewertung, Erwartung und Momentum. Wenn der Nasdaq-Future nicht führt, bekommt Europa weniger Rückenwind aus der Ecke, die in den vergangenen Monaten oft den Ton setzte.

Der DAX kommt zudem aus einem schwachen Schlussbild. Er stand zuletzt bei 25.320 Punkten, ein Minus von 1,18 Prozent. Der EuroStoxx 50 lag bei 6.145 Punkten und verlor 0,96 Prozent. Die europäische Vorlage ist also nicht neutral. Sie ist vorbelastet.

Währungen und Rohstoffe senden kein eindeutiges Risiko-Signal

Bei den Devisen wirkt der Morgen ruhiger. EUR/USD steht bei 1,1235 und gewinnt 0,16 Prozent. USD/JPY liegt bei 158,20 und fällt um 0,17 Prozent. Der Yen bewegt sich damit leicht fester gegen den Dollar, ohne aus den gelieferten Daten einen großen Sicherheitslauf abzuleiten.

Gold notiert bei 4.166 Dollar und steigt 0,13 Prozent. Öl WTI steht bei 98,56 Dollar und legt 0,02 Prozent zu. Auch Bitcoin bleibt mit 81.982 Dollar und plus 0,17 Prozent stabil. Die Rohstoff- und Kryptoseite verschärft die Aktienvorgabe nicht. Sie nimmt ihr aber auch nicht die Kante.

Worauf jetzt achten
  • Bis 8:00 Uhr: Tokio läuft aus. Der Nikkei gibt die erste harte Vorgabe für Europas Frühhandel.
  • Bis 10:00 Uhr: Hongkong bleibt offen. Der Hang Seng kann die asiatische Übergabe noch verstärken oder abschwächen.
  • Ab 9:00 Uhr: Frankfurt eröffnet. Dann zeigt sich, ob der DAX die schwache Asien-Vorgabe übernimmt oder die stabileren US-Futures stärker gewichtet.

Was heute zählt, ist damit ein sauberer Abgleich dreier Märkte. Asien handelt rot. Die US-Futures sind uneinheitlich. Europa kommt aus einem schwachen Vortag. Um 9:00 Uhr beginnt in Frankfurt der Test, ob daraus ein weiterer Drucktag wird oder nur ein nervöser Start.

fbr.
Teilen
Illustration: Retouren erreichen Rekordniveau und fressen Margen im Onlinehandel
Wissen

Retouren erreichen Rekordniveau und fressen Margen im Onlinehandel

560 Millionen Rücksendungen werden 2026 erwartet. Der Onlinehandel wächst, doch ein Teil des Wachstums läuft direkt durch Lager und Paketshops zurück.

Illustration: 20 Prozent Ethanol: Warum E20-Benzin nicht automatisch billiger wird
Wissen

20 Prozent Ethanol: Warum E20-Benzin nicht automatisch billiger wird

Berlin und Paris wollen mehr Bioethanol im Benzin. An der Zapfsäule zählen aber Rohstoffpreise, Motoren, Steuern und die Marge.