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Märkte jvt / DFN-Redaktion · 2. October 2026, 18:01 Uhr · 2 Min. Lesezeit
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Der DAX steigt 1,17 Prozent. SAP bremst, andere Schwergewichte tragen

Der Leitindex schließt bei 25.231 Punkten. Siemens, Telekom und Allianz überdecken den SAP-Rücksetzer, während New York Europas Vorgabe prüft.

Illustration: Der DAX steigt 1,17 Prozent. SAP bremst, andere Schwergewichte tragen

Der deutsche Aktienmarkt ging fest aus dem Handel, aber die Stärke kam nicht aus allen Ecken des DAX. Der Leitindex schloss nach den soeben abgerufenen Kursen bei 25.231 Punkten und gewann 1,17 Prozent. Der EuroStoxx 50 legte 1,02 Prozent auf 6.239 Punkte zu. Europa lieferte damit eine klare Vorlage für den US-Abend: steigende Indizes, aber ein sichtbarer Makel bei einem der wichtigsten deutschen Schwergewichte.

SAP verlor 1,51 Prozent auf 183,92 Euro. Das ist an einem solchen Tag mehr als eine Fußnote, weil der Softwarekonzern im DAX viel Gewicht hat. Wenn der Index trotzdem deutlich steigt, muss die Kraft an anderer Stelle herkommen. Genau dort lag die Geschichte des Xetra-Schlusses.

Der DAX stieg trotz SAP, weil andere Schwergewichte übernahmen

Siemens gewann 1,54 Prozent auf 276,10 Euro. Allianz stieg 1,02 Prozent auf 416,20 Euro. Deutsche Telekom legte 1,88 Prozent auf 26,56 Euro zu. Diese Mischung reichte, um den SAP-Rücksetzer im Indexbild zu überdecken. Rheinmetall half ebenfalls mit einem Plus von 1,17 Prozent auf 956,90 Euro.

Volkswagen passte dagegen nicht in das freundliche Bild. Die Aktie verlor 0,79 Prozent auf 67,48 Euro. Der Schlussstand erzählt damit keinen simplen Risikotag, an dem alles zyklische Material gekauft wurde. Es war eher ein Handelstag, an dem große Indexgewichte genug Zug entwickelten, um schwächere Einzelwerte mitzuziehen.

New York verstärkt die Richtung, aber noch ist es nur ein Zwischenstand

Der Rückenwind kam zum europäischen Schluss auch aus den USA. Die Wall Street handelt noch. Der S&P 500 liegt aktuell bei 7.721 Punkten und damit 0,71 Prozent im Plus. Der Nasdaq steht bei 27.197 Punkten, ein Plus von 1,21 Prozent. Das erklärt, warum der europäische Schluss nicht defensiv wirkte, obwohl SAP schwach war und Volkswagen nachgab.

Der Euro stieg parallel leicht. EUR/USD notiert bei 1,1261, ein Plus von 0,14 Prozent. Der Devisenmarkt lieferte damit keinen Gegenwind, der die Aktienbewegung sichtbar gebrochen hätte. Für europäische Anleger zählt am Abend vor allem, ob die US-Tech-Stärke hält. Der Nasdaq läuft derzeit klar vor dem S&P 500. Das spricht für Risikoappetit in den großen Wachstumswerten, solange die Bewegung bis zum US-Schluss nicht kippt.

Europa hat den Handelstag mit einem starken Indexschluss beendet, aber nicht mit einer makellosen Breite. Die USA übernehmen nun diese Vorlage. Wenn New York die Gewinne bis 22 Uhr verteidigt, steht der feste Xetra-Schluss nicht allein. Wenn der US-Markt zurückdreht, wirkt der europäische Anstieg eher wie ein Schlusskurs mit geliehener Bestätigung. Danach bleibt bis zur nächsten regulären Session der Blick auf Tokio am Montag um 02:00 Uhr deutscher Zeit.

jvt.
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