Morgenlage: Nasdaq-Future steigt 0,66 Prozent, Gold fällt

Der Morgen startet mit einem klaren, aber schmalen Signal: Die US-Futures ziehen an, während Asien gemischt handelt. Der Nasdaq-Future steht 0,66 Prozent höher, der S&P-500-Future gewinnt 0,58 Prozent, der Dow-Future legt 0,60 Prozent zu. Das reicht für Rückenwind in Europa. Es ist aber kein globaler Gleichklang.
In Asien liegt der Nikkei 225 bei 64.231 Punkten und gewinnt 0,48 Prozent. Der Hang Seng fällt dagegen um 0,54 Prozent auf 24.533 Punkte. Der Yen bewegt sich nur leicht: USD/JPY steht bei 156,06 und damit 0,10 Prozent niedriger. Die Staffel geht also von Asien an Europa mit einer einfachen Botschaft: Die Wall Street stützt, Hongkong bremst, Japan hält dagegen.
Europa bekommt Rückenwind aus New York, nicht aus Asien
Die europäischen Indikationen folgen am Morgen eher den US-Futures als dem uneinheitlichen Asien-Handel. Der DAX steht in den abgerufenen Kursen bei 25.538 Punkten und damit 0,53 Prozent höher. Der EuroStoxx 50 liegt bei 6.267 Punkten, ein Plus von 0,48 Prozent. Das passt zur US-Vorgabe, aber es ist kein Freifahrtschein. Der Markt kauft zunächst die höhere Wahrscheinlichkeit eines festen Starts, nicht schon die Geschichte eines starken Handelstags.
Auffällig ist der Bruch bei den sicheren und spekulativen Randmärkten. Gold fällt um 1,27 Prozent auf 4.332. Bitcoin tritt mit 76.129 nahezu auf der Stelle und verliert 0,02 Prozent. WTI-Öl steht bei 102,38 und gibt 0,05 Prozent nach. EUR/USD bewegt sich mit 1,1465 kaum, minus 0,03 Prozent. Die Bewegung sitzt damit vor allem in Aktien-Futures. Dort liegt die Musik des Morgens.
Was heute zählt: Bank of England vor US-Daten
Der erste feste Termin kommt um 13:00 Uhr aus Großbritannien. Dann veröffentlicht die Bank of England ihre Monetary Policy Summary, die Abstimmung des geldpolitischen Ausschusses und den Zinsentscheid. Erwartet wird ein Leitzins von 3,75 Prozent nach zuvor 3,75 Prozent. Bei den Stimmen wird erneut 3−0−6 erwartet. Für den Markt zählt nicht nur der Zins, sondern die Verteilung im Ausschuss.
- 13:00 Uhr: Bank of England mit Zinsentscheid, Monetary Policy Summary und MPC-Stimmen.
- 14:30 Uhr: USA mit Philly Fed Manufacturing Index, erwartet bei 31,3 nach 47,4 zuvor.
- 14:30 Uhr: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, erwartet bei 207K nach 206K zuvor.
Am Nachmittag kommen die US-Daten dazu. Der Philly Fed Manufacturing Index soll nach 47,4 zuvor auf 31,3 fallen. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe werden mit 207K erwartet, nach 206K zuvor. Das sind keine exotischen Nebenwerte. Sie prüfen, ob die Konjunktur noch stark genug bleibt, um Aktienbewertungen zu tragen, ohne den Zinsdruck wieder aufzubauen.
Bis 9:00 Uhr schaut Frankfurt deshalb auf zwei Dinge: Halten die US-Futures ihre Gewinne, und bleibt der Goldrückgang isoliert? Die Xetra-Eröffnung bekommt Rückenwind. Ob daraus mehr wird, entscheidet der Handel erst nach dem ersten Kassenkurs.







