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Märkte jvt / DFN-Redaktion · 4. November 2026, 06:30 Uhr · 2 Min. Lesezeit
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Morgenlage: Nikkei fällt 2,93 Prozent, DAX unter Druck

Asien liefert kein klares Signal: Tokio rutscht stark ab, Hongkong steigt. In Europa treffen schwache Futures auf Inflationsdaten um 11:00 Uhr.

Illustration: Morgenlage: Nikkei fällt 2,93 Prozent, DAX unter Druck

Der Morgen beginnt mit einem Bruch im Bild: Die US-Futures fallen, Tokio rutscht deutlich ab, Hongkong hält dagegen. Der Nikkei 225 verliert 2,93 Prozent auf 61.235 Punkte. Der Hang Seng legt dagegen 0,92 Prozent auf 23.610 Punkte zu. Wer nur „Asien schwach“ sagt, wischt den wichtigsten Befund weg. Die Belastung kommt nicht überall gleich an.

Für Europa zählt diese Spreizung, weil die vorbörslichen Signale ebenfalls auf Abgaben zeigen. Der S&P-500-Future verliert 0,64 Prozent auf 7.549 Punkte. Der Nasdaq-Future gibt 0,82 Prozent auf 28.074 Punkte nach. Der Dow-Future fällt moderater um 0,40 Prozent auf 51.687 Punkte. Die Techniklastigkeit wird damit schon vor Frankfurt sichtbar: Je höher die Bewertungserwartung, desto empfindlicher reagiert der Index.

Asien übergibt Europa ein schwaches, aber kein eindeutiges Signal

Die Staffel läuft an diesem Morgen von Tokio und Hongkong nach Frankfurt. Tokio gibt Schwäche weiter, Hongkong liefert Widerspruch. Für den DAX liegt die Indikation bei 25.865 Punkten, ein Minus von 0,45 Prozent. Der EuroStoxx 50 steht vorbörslich bei 6.145 Punkten, 0,51 Prozent tiefer. Das passt zum Ton der US-Futures, aber nicht zu einer panischen Flucht aus Risiko.

Auch die übrigen Märkte sprechen gegen eine einfache Lesart. EUR/USD steigt um 0,35 Prozent auf 1,1231. USD/JPY fällt um 0,41 Prozent auf 157,97, der Yen gewinnt also gegenüber dem Dollar. Gold steigt um 0,49 Prozent auf 3.960. Öl WTI legt um 0,31 Prozent auf 96,39 zu. Bitcoin bewegt sich mit plus 0,02 Prozent auf 77.353 kaum. Das ist ein Morgen mit Druck auf Aktienfutures, aber ohne breiten Liquiditätsalarm.

Was heute zählt: Inflation vor ISM

Der erste harte Prüfpunkt liegt um 11:00 Uhr im Euroraum. Dann kommen die Schnellschätzungen zur Inflation und zur Kerninflation. Erwartet werden 4,0 Prozent nach 3,8 Prozent bei der Gesamtinflation. Bei der Kernrate liegen die Erwartungen bei 2,5 Prozent nach 2,5 Prozent zuvor. Für europäische Aktien ist das eine klare Reihenfolge: Erst spricht die Preisstatistik, dann sortiert der Markt die Zinserwartungen neu.

Worauf jetzt achten
  • 11:00 Uhr: Euroraum-Inflation, erwartet 4,0 Prozent nach 3,8 Prozent. Ein höherer Wert würde die Zinssensibilität europäischer Aktien verschärfen.
  • 11:00 Uhr: Euroraum-Kerninflation, erwartet 2,5 Prozent nach 2,5 Prozent. Sie zeigt, ob der Preisdruck unter der Oberfläche nachlässt.
  • 16:00 Uhr: ISM-Dienstleistungs-Index aus den USA, erwartet 54,8 nach 54,9. Der Dienstleistungssektor bleibt der wichtigste Konjunkturtest des Tages.

Am Nachmittag übernimmt die USA mit dem ISM-Dienstleistungs-Index. Erwartet werden 54,8 Punkte nach 54,9. Das ist keine dramatische Veränderung, aber gerade deshalb zählt die Abweichung. Ein stabiler Dienstleistungssektor kann Zinssenkungsfantasien bremsen. Ein schwächerer Wert würde die heutige Futures-Schwäche anders rahmen.

Bis zur Xetra-Eröffnung um 9:00 Uhr liegt der Ton fest: Der DAX startet mit Gegenwind aus den US-Futures und einem schwachen Nikkei im Rücken. Die erste Stunde dürfte zeigen, ob Frankfurt den Tokio-Impuls übernimmt oder stärker auf den robusteren Hang Seng und den Euro blickt.

jvt.
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