Deutsche-Finanznachrichten.de
KurseWednesday, 4. November 2026
Märkte jvt / DFN-Redaktion · 4. November 2026, 15:01 Uhr · 2 Min. Lesezeit
Teilen

US-Start: Dow-Future steigt 2,09 Prozent, Nasdaq bleibt zurück

Vor der Eröffnung tragen Dow- und S&P-Future die US-Börse, während Apple und Tesla drücken. Europa liefert Rückenwind, der ISM-Test folgt um 16 Uhr.

Illustration: US-Start: Dow-Future steigt 2,09 Prozent, Nasdaq bleibt zurück

Eine halbe Stunde vor der US-Eröffnung senden die Futures ein freundliches, aber ungleiches Signal. Der S&P-500-Future steht bei 7.680 Punkten und gewinnt 1,09 Prozent. Der Dow-Future steigt auf 52.980 Punkte, ein Plus von 2,09 Prozent. Der Nasdaq-Future kommt dagegen nur auf 0,36 Prozent. Für einen Markt, der Stärke zuletzt gern sofort in Tech hineinlas, ist diese Verteilung auffällig.

Die jüngsten Kassenstände aus den USA liefern dazu den Kontrast. Der S&P 500 lag bei 7.569 Punkten und 0,36 Prozent im Plus. Die Nasdaq stand bei 25.372 Punkten und gewann 0,83 Prozent. Der Dow Jones lag bei 51.787 Punkten und verlor 0,38 Prozent. Vor dem Start dreht also ausgerechnet der Dow am stärksten nach oben.

Europa übergibt Rückenwind, aber nicht die Richtung

Europa macht es den US-Käufern zunächst leicht. Der DAX steht bei 26.374 Punkten und legt 1,97 Prozent zu. Auch EUR/USD steigt auf 1,1263 und liegt 0,63 Prozent im Plus. Das ist kein klassisches Fluchtbild aus Risiko. Es ist die Vorlage für einen US-Start, bei dem die erste Bewegung nicht gegen Europa laufen muss.

Bei den Einzelwerten spreizt sich das Bild. Nvidia notiert bei 206,69 Dollar und gewinnt 2,29 Prozent. Apple steht bei 331,90 Dollar und verliert 1,90 Prozent. Tesla fällt auf 398,50 Dollar, ein Minus von 1,32 Prozent. Die Index-Futures wirken damit stärker als die große Tech-Spitze. Genau dort liegt der erste Test für die Eröffnung.

Worauf jetzt achten
  • 15:30 Uhr: Startet die Stärke breit, oder bleibt sie vor allem beim Dow?
  • 16:00 Uhr: Der ISM-Dienstleistungs-Index setzt den ersten Makrotest der US-Sitzung.
  • Einzelwerte: Nvidia stützt, Apple und Tesla bremsen. Diese Spreizung entscheidet über die Tech-Stimmung.

Der ISM um 16 Uhr kann den Auftakt schnell neu sortieren

Der wichtigste Termin liegt kurz nach der Glocke. Um 16:00 Uhr kommt der ISM-Dienstleistungs-Index. Erwartet werden 54,8 Punkte nach 54,9 zuvor. Werte über 50 stehen für Wachstum im Dienstleistungssektor. Ein stabiler Wert würde das Bild einer robusten US-Wirtschaft stützen. Eine klare Abweichung würde die erste Reaktion der Futures schnell alt aussehen lassen.

Aus Europa steht der Inflationsrahmen im Hintergrund. Für die Euroraum-Inflation wurden 4,0 Prozent nach 3,8 Prozent zuvor erwartet. Bei der Kernrate lag die Erwartung bei 2,5 Prozent nach ebenfalls 2,5 Prozent. Für die Wall Street zählt jetzt aber weniger der europäische Datenpunkt als die Frage, ob US-Dienstleistungen weiter tragen.

Die erste Handelsstunde dürfte deshalb auf zwei Dinge schauen: ob der Dow-Vorsprung in den breiten Markt wandert und ob die Nasdaq trotz Apple und Tesla Anschluss findet. Um 16:00 Uhr kommt dann der Datentest. Bleibt Tech schwach, wäre ein grüner Indexstart weniger stark, als er auf den ersten Blick aussieht.

jvt.
Teilen
Illustration: KI am Anleihemarkt: Bondkurse werden schneller, nicht klüger
Wissen

KI am Anleihemarkt: Bondkurse werden schneller, nicht klüger

KI kann Anleihen enger und schneller handeln lassen. In Stressphasen droht aber aus Effizienz Gleichklang, und aus Gleichklang fragile Liquidität.

Illustration: US-Jobbericht am Freitag: Löhne können Börsen stärker treffen
Wissen

US-Jobbericht am Freitag: Löhne können Börsen stärker treffen

Die Stellenzahl dominiert die Schlagzeilen. Doch bei 4,2 Prozent Arbeitslosigkeit kann am Freitag die Lohnzahl über den Fed-Druck entscheiden.