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Märkte jvt / DFN-Redaktion · 4. November 2026, 22:30 Uhr · 2 Min. Lesezeit
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Wall-Street-Schluss: Dow steigt 3,03 Prozent, Nvidia fällt

New York schloss deutlich höher, doch die Führung kam nicht aus den KI-Lieblingen. Dow, Apple, Microsoft und Amazon prägten den Abend.

Illustration: Wall-Street-Schluss: Dow steigt 3,03 Prozent, Nvidia fällt

New York beendete den Handelstag mit klaren Gewinnen. Der S&P 500 ging bei 7.689 Punkten aus dem Handel und legte 1,58 Prozent zu. Der Nasdaq schloss bei 25.737 Punkten mit plus 1,44 Prozent. Der Dow Jones setzte sich ab: 53.356 Punkte, ein Tagesplus von 3,03 Prozent.

Die Schlussstände sehen auf den ersten Blick nach einem einfachen Risiko-Tag aus. Die Details widersprechen dieser bequemen Lesart. Die stärksten Impulse kamen nicht aus den üblichen KI-Zugpferden, sondern aus Apple, Microsoft und Amazon. Apple stieg 5,31 Prozent auf 349,51 Dollar. Microsoft gewann 6,68 Prozent auf 555,80 Dollar. Amazon legte 6,12 Prozent auf 266,03 Dollar zu.

Der Dow trug den Abend, die KI-Spitze nicht

Der Abstand zwischen Dow und Nasdaq war die wichtigste Marktspur des Abends. Der Dow profitierte von Käufen in großen, etablierten Namen. Der Nasdaq stieg ebenfalls, blieb aber zurück. Das passt zu einem Markt, der Qualität und Indexgewicht kaufte, aber nicht blind jeden Wachstumswert hochzog.

Nvidia fiel 3,17 Prozent auf 200,13 Dollar. Broadcom verlor 2,00 Prozent auf 325,48 Dollar. Tesla gab 3,34 Prozent auf 385,19 Dollar ab. Damit war der Tagesgewinn kein sauberer KI-Trade. Die Käufer griffen bei einzelnen Mega-Caps zu, während mehrere hoch bewertete Favoriten unter Druck standen.

Diese Aufteilung ist wichtiger als das grüne Gesamtbild. Ein Markt kann steigen und zugleich intern vorsichtiger werden. Genau das zeigten die Schlusskurse: Breite Entspannung in den Indizes, aber keine geschlossene Flucht in die spekulativsten Namen.

Gold und Bitcoin machen die Vorlage für Asien schief

Noch auffälliger war der Gleichlauf außerhalb der Aktien. Bitcoin stieg 3,47 Prozent auf 80.021 Dollar. Gold gewann 3,43 Prozent auf 4.076 Dollar. Aktien, Bitcoin und Gold legten also gemeinsam zu. Das spricht gegen eine simple Erzählung von reiner Konjunkturfreude.

Die Daten lassen zwei Lesarten zu. Entweder deckten Anleger nach dem Handelstag Positionen ein, die zu defensiv standen. Oder der Markt kaufte Risikoanlagen und Absicherung gleichzeitig, weil die Unsicherheit nicht verschwunden ist. Für die nächste Session ist diese Unterscheidung zentral, denn ein solcher Mix trägt oft weniger stabil als ein klarer, einseitiger Trend.

Tokio öffnet um 01:00 Uhr deutscher Zeit mit einer freundlichen, aber ungleichmäßigen Vorgabe. Japanische und asiatische Tech-Werte bekommen Rückenwind von den US-Indizes, aber Gegenwind von Nvidia, Broadcom und Tesla. Für den europäischen Morgen bleibt die Messlatte damit höher, als es der Dow-Anstieg allein nahelegt: Die Indizes sind stark, die Marktführung ist wählerisch.

jvt.
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