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KurseFriday, 30. October 2026
Märkte jvt / DFN-Redaktion · 30. October 2026, 21:30 Uhr · 2 Min. Lesezeit
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Wall-Street-Schluss: Nasdaq fällt 2,86 Prozent, Chips drücken

New York ging schwach aus dem Handel: S&P 500, Nasdaq und Dow verloren. Besonders hart traf es Broadcom und Nvidia, während Gold keine Flucht bot.

Illustration: Wall-Street-Schluss: Nasdaq fällt 2,86 Prozent, Chips drücken

New York beendete den globalen Handelstag mit einem klaren Risikosignal. Der S&P 500 ging bei 7.580 Punkten und 1,82 Prozent tiefer aus dem Handel. Der Nasdaq verlor 2,86 Prozent auf 25.437 Punkte. Der Dow hielt sich mit minus 1,09 Prozent bei 51.770 Punkten besser. Die Schwäche saß damit dort, wo die Bewertungssensibilität am höchsten ist: im Technologiekern.

Der Abverkauf traf vor allem Chips und große Tech-Werte

Die Schlussstände sprechen gegen die einfache Lesart eines breiten, gleichmäßigen Rückgangs. Nvidia fiel um 4,22 Prozent auf 204,64 Dollar. Broadcom gab um 5,48 Prozent auf 326,08 Dollar nach. Damit lagen zwei Chip-Schwergewichte deutlich schwächer als der Gesamtmarkt.

Auch die großen Plattform- und Softwarewerte lieferten keine Stütze. Apple verlor 1,23 Prozent auf 344,63 Dollar. Microsoft schloss 1,55 Prozent tiefer bei 521,91 Dollar. Amazon fiel um 1,41 Prozent auf 240,35 Dollar. Tesla gab um 0,87 Prozent auf 399,81 Dollar nach. Diese Staffelung erklärt, warum der Nasdaq den Dow so klar unterbot.

Die Zahl dahinter
5,48 Prozent

Broadcom verlor mehr als jeder andere Wert in der vorliegenden Kursliste. Der Druck kam also nicht nur aus den großen Indizes, sondern aus dem Chip-Komplex selbst.

Gold und Bitcoin lieferten keine Entlastung

Der zweite Teil der Bewegung macht den Handelstag unangenehmer. Gold verlor 3,51 Prozent und lag bei 3.890 Dollar. Bitcoin fiel um 1,26 Prozent auf 76.813 Dollar. Damit standen Aktien, Krypto und Gold gleichzeitig unter Druck. Das ist kein sauberer Wechsel von Risiko in Sicherheit, sondern ein Abbau über mehrere Ecken des Marktes.

Der Treiber hinter dem Tag war deshalb weniger ein einzelner Ausreißer als die Kombination aus Tech-Schwäche und fehlender Ausweichbewegung. Der Dow hielt sich besser, aber er drehte das Bild nicht. Wer nur auf den geringeren Dow-Verlust schaut, übersieht den Kern der Sitzung: Der Markt verkaufte die Bereiche, die zuletzt am empfindlichsten auf Bewertungsdruck reagieren.

Die Übergabe nach Asien fällt damit rot aus, auch wenn Tokio nach der Redaktionsuhr erst am Montag um 01:00 Uhr deutscher Zeit öffnet. Dort wird zuerst zählen, ob die Chip-Verluste als US-spezifischer Rücksetzer gelten oder als Signal für den globalen Technologiesektor. Für den europäischen Morgen bleibt die Vorgabe scharf: New York schloss schwach, der Nasdaq führte die Verluste an, und Gold bot keinen Puffer.

jvt.
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