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Märkte jvt / DFN-Redaktion · 25. September 2026, 18:00 Uhr · 2 Min. Lesezeit
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Xetra-Schluss: DAX steigt auf 25.409, New York legt nach

Frankfurt schließt fester, Zykliker und SAP stützen. In New York halten S&P 500 und Nasdaq den Takt, doch ein DAX-Schwergewicht bremst.

Illustration: Xetra-Schluss: DAX steigt auf 25.409, New York legt nach

Der deutsche Aktienmarkt ging fester aus dem Handel, aber der Schlussstand erzählt keine Euphoriegeschichte. Der DAX schloss bei 25.409 Punkten mit einem Plus von 0,56 Prozent. Der EuroStoxx 50 legte um 0,48 Prozent auf 6.303 Punkte zu. Europa lieferte damit eine saubere Vorlage für die Wall Street, aber keine Steilvorlage für grenzenlosen Risikoappetit.

Die innere Struktur war auffälliger als der Indexgewinn. SAP gewann 0,94 Prozent auf 185,92 Euro und gab dem DAX Gewicht. Siemens stieg um 1,27 Prozent auf 278,30 Euro. Allianz legte um 1,03 Prozent auf 423,50 Euro zu. Das ist die Art von Mischung, die einen Index stabil nach oben schiebt: Software, Industrie und Versicherung statt nur ein einzelner Sektor.

Der DAX stieg breit genug, aber nicht ohne Bremse

Volkswagen passte in dieses Bild. Die Aktie gewann 1,27 Prozent auf 71,72 Euro. Deutsche Telekom stieg moderater um 0,41 Prozent auf 27,00 Euro. Der Markt kaufte also nicht nur defensiv, sondern auch zyklischer. Das macht den Schlussstand robuster, als es ein reiner Tech- oder Dividendenlauf wäre.

Rheinmetall fiel dagegen um 0,77 Prozent auf 982,40 Euro. Der Rückgang reichte nicht, um den DAX zu kippen, aber er störte die einfache Lesart eines komplett freundlichen Tages. Wenn ein Schwergewicht gegen den Trend läuft, wird aus einem grünen Index kein Freifahrtschein. Der Index gewann, weil mehrere große Namen stützten. Er gewann nicht, weil alles stieg.

Die Zahl dahinter
-0,77 Prozent

Rheinmetall war der auffälligste Gegenläufer im genannten DAX-Korb. Das begrenzte die Breite des Tagesgewinns.

Der feste Euro nimmt dem Anstieg den bequemsten Vorwand

Auch der Devisenmarkt passte nicht zur simplen Erklärung, dass nur ein schwächerer Euro Europas Aktien hob. EUR/USD lag bei 1,1404 und damit 0,21 Prozent höher. Ein festerer Euro kann Exportwerte belasten, wenn Anleger daraus Gegenwind für Auslandserlöse ableiten. Am Freitag reichte dieser Einwand nicht, um Siemens oder Volkswagen zu drücken.

Das ist eine kleine, aber wichtige Marktinformation. Der DAX brauchte keinen Rückenwind vom Wechselkurs, um höher zu schließen. Die Käufer akzeptierten den stärkeren Euro und griffen trotzdem bei ausgewählten Standardwerten zu. Der Tag sah dadurch weniger nach Währungsreflex aus und mehr nach sortierter Nachfrage nach großen europäischen Titeln.

New York übernimmt die Vorlage, aber überdreht sie nicht

Die Wall Street handelt noch und bestätigte den europäischen Ton zunächst. Der S&P 500 lag bei 7.729 Punkten und damit 0,32 Prozent im Plus. Die Nasdaq stand bei 27.045 Punkten, ein Anstieg um 0,39 Prozent. New York nimmt Europas freundlichen Schluss also auf, legt aber bislang keine deutlich höhere Schlagzahl vor.

Für den Abend hängt viel daran, ob die US-Indizes ihre moderaten Gewinne halten oder ob der Handel die europäische Vorlage wieder einkassiert. Der DAX hat geliefert: höhere Schlusskurse, mehrere tragende Einzelwerte, ein fester Euro als Stresstest. Die Staffel liegt jetzt bei New York. Nach dem US-Schluss wandert der Blick zur nächsten regulären Eröffnung: Tokio am Montag um 2 Uhr deutscher Zeit.

jvt.
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