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Märkte jvt / DFN-Redaktion · 3. November 2026, 15:00 Uhr · 2 Min. Lesezeit
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0,75 Prozent Plus: Nasdaq-Future steigt vor US-Jobdaten

Die US-Futures laufen auseinander: Tech liegt vorn, der Dow schwächelt. Um 16:00 Uhr liefern Daten zu offenen Stellen den ersten Belastungscheck.

Illustration: 0,75 Prozent Plus: Nasdaq-Future steigt vor US-Jobdaten

Kurz vor der Eröffnung in New York sendet der Terminmarkt ein klares, aber schmales Signal. Die Futures, also Terminkontrakte auf die Indizes, stellen den Nasdaq bei 28.339 Punkten um 0,75 Prozent höher. Der S&P-500-Future steigt auf 7.588 Punkte und liegt 0,18 Prozent im Plus. Der Dow-Future fällt dagegen auf 51.993 Punkte und verliert 0,27 Prozent.

Das ist keine breite Risiko-Laune. Es ist ein Tech-Vorlauf, während der klassische Industriekorb bremst. Genau diese Spaltung passt zur Vorlage aus dem letzten US-Handel: Der Nasdaq ging mit einem Minus von 1,07 Prozent aus dem Handel, der S&P 500 verlor 0,51 Prozent, der Dow schloss dagegen 0,41 Prozent höher.

Tech führt vor dem Start, aber die Breite fehlt noch

Die erste Frage zum Opening lautet daher nicht, ob die Wall Street freundlich startet. Die Frage lautet, wie viel Substanz hinter dem Nasdaq-Vorsprung steckt. Nvidia steht bei 202,06 Dollar und liegt 1,26 Prozent im Minus. Apple notiert bei 338,32 Dollar und verliert 1,83 Prozent. Tesla steht dagegen bei 403,82 Dollar und gewinnt 1,00 Prozent.

Der Unterschied ist wichtig. Ein höherer Nasdaq-Future trotz schwacher Schwergewichte kann auf Rotation innerhalb des Tech-Komplexes hindeuten. Er kann aber auch schlicht ein dünner Vorlauf sein, der zur Kasse-Eröffnung schnell geprüft wird. Historisch sind solche Vorbörsen-Signale kurz vor Daten oft anfällig, weil viele Orders erst nach der ersten Makrozahl belastbar werden.

Worauf jetzt achten
  • 15:30 Uhr: New York öffnet. Dann zeigt sich, ob der Nasdaq-Vorsprung auch im Kassahandel trägt.
  • 16:00 Uhr: USA melden die offenen Stellen (JOLTS). Erwartet werden 7,15 Millionen nach 7,08 Millionen zuvor.
  • 16:16 Uhr: Congressional Elections stehen im Kalender. Der Termin kann die politische Risikoprämie im Handel berühren.

Europa übergibt stabil, aber ohne großen Schub

Frankfurt liefert bis hierhin keinen Stressimpuls. Der DAX steht bei 26.024 Punkten und liegt 0,16 Prozent im Plus. Das reicht für eine ruhige Übergabe, aber nicht für einen starken Rückenwind. Auch der Euro bleibt fast unbewegt: EUR/USD notiert bei 1,1198 und steigt 0,06 Prozent.

Damit hängt der US-Start stärker an der eigenen Datenlage als an Europa. Der JOLTS-Bericht misst offene Stellen und wirkt direkt auf die Zinserwartungen. Mehr offene Stellen als erwartet könnten die Sorge nähren, dass der US-Arbeitsmarkt noch zu straff bleibt. Schwächere Zahlen würden eher die Gegenseite stützen.

Die erste Handelsstunde dürfte deshalb zwei Dinge sortieren: ob der Tech-Vorsprung im Nasdaq über einzelne Gewinner hinausreicht und ob JOLTS die Zinserzählung verschiebt. Bis 16:00 Uhr kann die Vorbörse glänzen. Danach zählt, ob Käufer nach der ersten Zahl bleiben.

jvt.
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