Deutsche-Finanznachrichten.de
KurseMonday, 21. September 2026
Märkte jvt / DFN-Redaktion · 21. September 2026, 06:30 Uhr · 2 Min. Lesezeit
Teilen

Morgenlage: Nikkei plus 1,38 Prozent, DAX hat Aufholbedarf

Asien liefert Rückenwind, US-Futures ziehen an. Doch Europas schwacher Vortag hängt nach, und um 17 Uhr spricht Lagarde. Der Xetra-Start wird zum ersten Stimmungsabgleich.

Illustration: Morgenlage: Nikkei plus 1,38 Prozent, DAX hat Aufholbedarf

Der Montag beginnt mit einem klaren Gegensatz: In Asien steigen die Indizes, die US-Futures ziehen an, aber Europa kommt aus einem schwachen Freitag. Der DAX ging bei 25.304 Punkten mit minus 0,92 Prozent aus dem Handel. Der EuroStoxx 50 verlor 1,37 Prozent auf 6.236 Punkte. Wer nur auf Tokio und die US-Futures schaut, sieht Rückenwind. Wer den europäischen Schlusskurs danebenlegt, sieht erst einmal Reparaturarbeit.

Der S&P-500-Future steht am Morgen bei 7.746 Punkten und liegt 0,43 Prozent im Plus. Der Nasdaq-Future steigt um 0,61 Prozent auf 30.099 Punkte. Der Dow-Future legt 0,37 Prozent auf 52.272 Punkte zu. Das ist kein Euphorie-Signal, aber es reicht für eine freundlichere Vorgabe. Auffällig ist die Breite: Tech führt, der Dow läuft mit, und Asien liefert keine Störmeldung dazu.

Asien übergibt freundlich, Europa trägt den schwachen Schlusskurs mit

Der Nikkei 225 handelt bei 65.019 Punkten und gewinnt 1,38 Prozent. Der Hang Seng steht bei 24.892 Punkten und liegt 0,57 Prozent höher. Damit läuft die Übergabe von Asien nach Europa sauberer als am Freitagabend. Die Region liefert ein Plus, keine Entlastungserzählung.

Der Yen bleibt dabei schwach. USD/JPY notiert bei 157,01 und liegt 0,10 Prozent höher. Ein schwacher Yen stützt japanische Exportwerte oft optisch, weil Auslandserlöse in Yen mehr wert sind. Für Europa ist das nur begrenzt übertragbar. Hier zählt heute zuerst, ob Käufer den DAX nach dem Rücksetzer überhaupt wieder näher an die US-Vorgaben heranführen.

Bei den Nebenmärkten fällt Öl auf. WTI verliert 2,30 Prozent auf 93,87 Dollar. Gold gibt 0,52 Prozent auf 4.402 Dollar nach. Bitcoin notiert mit 81.260 Dollar nahezu unverändert und steigt 0,12 Prozent. Das Bild passt zu einem Morgen, an dem Risikoanlagen fest wirken, ohne dass sichere Häfen gleichzeitig gesucht werden.

Was heute zählt: Lagarde, US-Futures und der Energiepreis

Der sichere Termin des Tages liegt am späten Nachmittag. Um 17:00 Uhr spricht EZB-Präsidentin Christine Lagarde. Nach der europäischen Schwäche vom Freitag reicht schon ein einzelner geldpolitischer Akzent, um Zinsfantasien oder Zinssorgen neu zu sortieren. Der Markt muss dafür keine neue Entscheidung bekommen. Manchmal genügt die Tonlage.

Worauf jetzt achten
  • 09:00 Uhr: Xetra-Eröffnung. Der DAX startet nach minus 0,92 Prozent vom Freitag in einen freundlicheren globalen Morgen.
  • US-Futures: Nasdaq-Future plus 0,61 Prozent und S&P-500-Future plus 0,43 Prozent setzen die europäische Eröffnung unter Vergleichsdruck.
  • 17:00 Uhr: Lagarde spricht. Ihre Aussagen können den Blick auf Zinsen und Euro-Aktien im späten Handel verschieben.

Für den frühen Handel liegt die Messlatte damit klarer als sonst: Europa muss nicht nur Asien folgen, sondern den eigenen Rückstand vom Freitag verarbeiten. Die Xetra-Eröffnung um 9:00 Uhr wird zeigen, ob der DAX die freundlichen Vorgaben aufnimmt oder ob der Abschlag im EuroStoxx 50 weiter nachwirkt.

jvt.
Teilen
Illustration: Rechenzentren verschlingen Strom: Warum KI-Margen am Standort hängen
Wissen

Rechenzentren verschlingen Strom: Warum KI-Margen am Standort hängen

UBS setzt auf frühe KI-Infrastruktur, MarketWatch nennt Amazon und Palantir. Der Engpass liegt aber oft nicht im Chip, sondern vor der Tür.

Illustration: 10-jährige US-Staatsanleihe: Käufer setzen auf planbare Zinsen
Wissen

10-jährige US-Staatsanleihe: Käufer setzen auf planbare Zinsen

Nach dem schwächsten Lauf seit mehr als 100 Jahren wirkt der Kurszettel abschreckend. Der Reiz liegt in Kupons, Wiederanlage und Schutz vor Konjunkturschwäche.