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Märkte fbr / DFN-Redaktion · 16. September 2026, 06:30 Uhr · 2 Min. Lesezeit
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US-Futures steigen vor der Fed-Entscheidung, Hongkongs Börse fällt

Vor der Xetra-Eröffnung stützen leicht feste US-Futures den DAX. Doch der schwächere Handel in Hongkong zeigt, wie abhängig Europa vom Fed-Signal bleibt.

Illustration: US-Futures steigen vor der Fed-Entscheidung, Hongkongs Börse fällt

Der Morgen handelt nicht den Zustand der Weltwirtschaft. Er handelt die Wartezeit bis 20:00 Uhr. Die US-Futures liegen vor der europäischen Eröffnung leicht im Plus, obwohl der Hang Seng in Hongkong mit 0,88 Prozent im Minus steht. Das ist die nützliche Spannung dieses Mittwochmorgens: Risikoanlagen bekommen aus New York Rückenwind, aber Asien liefert kein sauberes Kaufsignal.

Der S&P-500-Future steigt um 0,21 Prozent auf 7.672 Punkte. Der Nasdaq-Future legt um 0,28 Prozent auf 29.328 Punkte zu. Der Dow-Future steht 0,20 Prozent höher bei 52.630 Punkten. Das ist kein Feuerwerk. Es reicht aber, um den schwächeren Ton aus Teilen Asiens abzufedern.

Asien übergibt Europa ein gespaltenes Signal

Tokio hält sich am Morgen besser. Der Nikkei 225 steigt um 0,45 Prozent auf 63.771 Punkte. Hongkong läuft in die andere Richtung. Der Hang Seng fällt auf 24.697 Punkte. Diese Spreizung passt zu einem Handelstag, an dem regionale Nachrichten weniger zählen als die Frage, wie teuer Dollar-Liquidität nach dem Fed-Abend wird.

Auch die Devisen liefern kein lautes Signal. USD/JPY steigt um 0,16 Prozent auf 155,33. EUR/USD notiert mit 1,1547 kaum verändert und liegt 0,04 Prozent im Plus. Gold dagegen zieht um 0,73 Prozent auf 4.365 an. Öl WTI fällt um 1,09 Prozent auf 104,68. Bitcoin steigt leicht um 0,29 Prozent auf 75.804. Der Morgen wirkt damit weniger wie ein einheitlicher Risiko-Trade als wie eine vorsichtige Sortierung vor den US-Daten und der Fed.

Für Frankfurt heißt das: Die Staffelübergabe aus Asien ist gemischt, die Übergabe der US-Futures ist etwas freundlicher. Der DAX wird mit 25.402 und minus 0,15 Prozent angezeigt. Der EuroStoxx 50 liegt bei 6.237 und minus 0,38 Prozent. Europa startet also nicht mit Rückenwind aus den eigenen Indikationen, sondern mit der Frage, ob die Wall-Street-Futures den Abschlag zur Eröffnung dämpfen.

Worauf jetzt achten
  • 08:00 Uhr: Großbritannien veröffentlicht die Verbraucherpreise. Erwartet werden 3,1 Prozent nach 2,9 Prozent zuvor.
  • 14:30 Uhr: In den USA kommen Einzelhandelsumsätze und Kernrate. Erwartet werden 0,8 Prozent beziehungsweise 0,6 Prozent zum Vormonat.
  • 20:00 Uhr: Die Fed entscheidet über den Leitzins. Erwartet werden 4,00 Prozent nach 3,75 Prozent zuvor, dazu kommen Projektionen, Statement und um 20:30 Uhr die Pressekonferenz.

Heute zählt erst der Konsum, dann die Fed

Der Tagesplan hat eine klare Reihenfolge. Am Morgen prüft der Markt die britische Inflation. Das ist vor allem für Pfund, europäische Renditen und den Ton im frühen Handel relevant. Der größere Block folgt am Nachmittag. Die US-Einzelhandelsdaten zeigen, ob der Konsum die höheren Finanzierungskosten noch wegsteckt oder ob die Dynamik nachlässt.

Am Abend gehört der Markt der Fed. Der Zinsentscheid allein wäre schon wichtig. Die Projektionen und die Pressekonferenz machen ihn heikler, weil sie den Pfad für die kommenden Sitzungen neu kalibrieren können. Futures können vor solchen Terminen freundlich aussehen und trotzdem wenig Aussagekraft haben. Sie messen am Morgen Positionierung, nicht Gewissheit.

Um 9:00 Uhr öffnet Xetra. Der DAX geht mit einem kleinen Abschlag in diese Eröffnung, während die US-Futures Stabilität signalisieren. Frankfurt startet damit in einen Handelstag, der vor dem Fed-Abend vermutlich mehr auf Risikobegrenzung als auf große Überzeugung setzt.

fbr.
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